|
ECUADORLINE |
![]() |
ECUADORLINE |
NEWSLETTER Juli 2006 | ||
| Liebe Ecuador-Freunde, hat der eigens nach Deutschland eingeflogene Schamane der ecuadorianischen Nationalmannschaft mit der „Reinigung“ der Stadien den Einzug in’s Achtelfinale gebracht? Diese etwas mystische Frage wird wahrscheinlich unbeantwortet bleiben – aber egal: Ecuador feiert die Jungs bei ihrer Rückkehr wie Nationalhelden! Und unserem kleinen Land am Äquator hat dieses gute Abschneiden zu sehr viel Aufmerksamkeit verholfen: das Chota-Tal (wo viele der Spieler herkommen) ist nun fast so bekannt wie Galápagos. Mystik finden Sie auch in unserem Top Thema, das sich mit dem uralten Thema der Suche des El Dorado beschäftigt. Und wenn Sie gerne wissen möchte, was die Buckelwale vor den Küsten Ecuadors zu suchen habe, ob es tatsächlich noch Hexen im Hochland gibt und welche Wunder die „andere Seite des Cotopaxi“ zu bieten hat, dann sollten Sie unbedingt weiterlesen – oder gleich Ihre Reise nach Ecuador planen, um dieses an Naturwundern reiche Land selber einmal kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine unterhaltsame Lektüre. Herzliche Grüße aus Quito, Bina Kreykenbohm | |
Orellana und die Legende um El Dorado „Jeder angehende Herrscher vom Volk der Muisca
begibt sich, seinen nackten Körper mit Goldstaub überzogen, in einer
feierlichen Zeremonie mit einem Floß zur Mitte des Bergsees Guatavita.
Nachdem er Unmengen an Goldgegenständen und Edelsteinen in den See wirft,
springt er selbst ins Wasser und der Goldstaub sinkt zusammen mit den
Opfergaben auf den Grund.“ Diese Legende hören die spanischen Konquistadoren, als sie im Jahre 1537 im heutigen Kolumbien dem Stamm der Muisca begegnen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Brauch nicht mehr ausgeübt, doch die einheitlichen Erzählungen der gefangen genommenen Indianer ließen bei den Spaniern den Mythos über einen Mann aus Gold, auf spanisch „El Dorado“, entstehen. Gerüchte und Fantasie der Konquistadoren machten diesen Mann aus Gold innerhalb kürzester Zeit zu einer Stadt aus Gold, welche dann bald zu einem Land aus Gold wurde. Die Legende von El Dorado verbreitete sich in Windeseile und jeder dichtete seinen Teil zu der Geschichte hinzu. So kam es, dass dieses Land aus Gold an allen möglichen Orten auf dem südamerikanischen Kontinent vermutet und in Folge zu einer zentralen Triebfeder für dessen Erkundung für zwei ganze Jahrhunderte wurde.
Das wohl berühmteste und waghalsigste Unternehmen zur Suche nach El Dorado
ging vom heutigen Ecuador aus: 1539 hörte der Gouverneur von Quito, Gonzalo
Pizarro (Bruder des berüchtigten Inka-Unterwerfers Francisco Pizarro),
Erzählungen von Völkern östlich der ecuadorianischen Anden, die unermessliche
Mengen an Gold besäßen – ganz nach der Legende von El Dorado. Mit seiner
„Zimtland-Expedition“ wollte er danach suchen (der offizielle Zweck war
die Erforschung von Zimtbäumen im tropischen Regenwald), und er stellte
hierfür eine Armee von 350 Spaniern und 4000 Indianern zusammen. Nach einem kräftezehrenden Marsch über Páramo und Gletscher der östlichen Andenkette erreichte die Truppe den Regenwald am Fluss Coca (in der heutigen Provinz Napo). Bis hierhin hatte Pizarro schon Dutzende Männer durch die Strapazen im Eis und der tropischen Hitze verloren. Einige Wochen später, am Fluss Napo angekommen, schien die Suche bereits erfolglos und Hunger sowie Fieber machten sich breit. Pizarro schickte seinen Weggefährten Francisco de Orellana los, um mit rund 60 Mann auf einem selbstgebauten Schiff stromabwärts nach Nahrung zu suchen. Diese Truppe traf nach einigen Tagen auf Indianer, die von einem Goldland namens „Curicuri“ erzählten. Orellana entschloss sich, nach diesem Land zu suchen, anstatt mit dem Schiff stromaufwärts zu Pizarros Lager zurückzurudern. Am 1. Januar 1542 erreichte er den Amazonas, kein Europäer zuvor stieß jemals so tief in den Regenwald vor. Das Unternehmen nahm ungeahnte Ausmaße an - in ihrem Glauben, kurz vor El Dorado zu stehen, fuhren die Spanier immer weiter flussabwärts. Stromschnellen,
schwimmende Inseln sowie Indianerangriffe ließen die Mannschaft um Orellana
schrumpfen. Eines Tages begegneten sie hellhäutigen Indianerinnen, welche
ihnen durch eine Attacke mit Pfeil und Bogen schwer zusetzten. Orellanas
Berichte über diese Kriegerinnen ließen den Mythos der „Amazonen“ entstehen,
wonach auch der Fluss benannt wurde. Es konnte bis heute nicht nachgewiesen
werden, ob dieses Volk tatsächlich existierte oder ob es nur der Phantasie
der Spanier entsprang. Gut ein Jahr nach der Trennung von Pizarro erreichte Orellana den Atlantik. El Dorado hatte er zwar nicht gefunden, doch durchquerte er als erster Europäer den südamerikanischen Kontinent. Die Erkenntnisse von dieser abenteuerlichen Reise sollten sich später als wertvoller als alles Gold dieser Welt herausstellen – erst vor kurzem machten Wissenschaftler aufgrund Orellanas Berichten Entdeckungen, wonach El Dorado doch wirklich existieren könnte: und zwar unter dem Namen „Terra Preta“. Doch darüber erfahren Sie mehr in unserem August-Newsletter. | |
Buckelwale zu Besuch an der Küste Reisefreudiger als jeder Tourist sind Buckelwale: mehr
als 7000 Kilometer Strecke pro Jahr macht die Spezies, die von den
Südpolgewässern bis nach Ecuador wandert, um sich dort zur Paarung
einzufinden. Deshalb bietet sich dort jedes Jahr den Touristen, die trotz
Garúa (dem typischen winterlichen gelegentlichen Nieselregen) an der Küste
ausharren, ein besonderes Spektakel: die Paarung der Buckelwale.
Das Balzverhalten der Walmännchen, die sich mit offenem Maul bekämpfen, ist derart aggressiv, dass sie Narben davon tragen. Dies macht es Forschern möglich, die Tiere zu identifizieren, so dass man manchen von ihnen schon Namen gegeben hat: Clarita, Tres Rayos, Leonardo und Machalilla sind einige von den 850 Walen, die nun als echte Ecuadorianer bezeichnet werden, weil sie jährlich wiederkehren. Ebenfalls zum Balzritual gehören die Gesänge der männlichen Wale. Da die Tragzeit der Weibchen 12 Monate dauert, kommen die Jungen ebenfalls an der ecuadorianischen Küste zur Welt. Wenn Sie sich dieses Schauspiel auch einmal ansehen möchten, dann helfen wir Ihnen gerne bei der Organisation – die Säugetiere können entlang der gesamten ecuadorianischen Küste beobachtet werden. Als Unterkünfte empfehlen wir die Hostería La Barquita in der Nähe des Nationalparks Machalilla, das Hotel Cabañas Balandra in Manta, die Hotels Hilton Colón, Oro Verde oder Unipark in Guayaquil oder auch das Hotel Oro Verde in Machala. Kulturelles Allerlei zu Fronleichnam Das katholische Fronleichnamsfest, bei dem die
Anwesenheit Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird,
trägt in Ecuador den offiziellen kirchenlateinischen Namen Corpus Christi.
Obwohl es auch in Deutschland mit viel Blumenschmuck und Prozessionen
gefeiert wird, ist es im Vergleich mit den Feierlichkeiten im
ecuadorianischen Hochland doch eher ein ernsthafteres Kirchenfest. In den
Provinzen Chimborazo, Tungurahua, Cotopaxi und Loja kann man die
eigentümliche Vermischung der indigenen und christlichen Kultur
beobachten: dazu gehören die bunten Kostüme der Maskentänzer (Dancantes)
sowie ein kurioser Wettbewerb: Das Besteigen der Palos encebados, was auf
Deutsch etwa gefettete Pfähle bedeutet: Sie sind bis zu 12 Meter hoch, mit
Schmalz bestrichen und werden von Männern erklommen, um die Geschenke an
der Spitze zu erreichen. Eine besondere Rolle spielen auch die Süßigkeiten: Vor allem im historischen Zentrum von Cuenca bieten die Bäckereien schon sieben Tage vor der Feierlichkeit auf rund 200 Ständen über 60 verschiedene Sorten bunten Kleingebäcks an, das von den örtlichen Bäckereien in liebevoller Handarbeit hergestellt wird. Die Herkunft des Brauches ist bisher noch nicht genau bestimmt: Manche Historiker datieren ihn auf den Zeitpunkt der Kolonisation im 16. Jahrhundert und sehen einen Zusammenhang mit der Erstkommunion, die ebenfalls im Juni gefeiert wird. Andere wiederum führen ihn auf die Vermischung des christlichen Festes mit dem indigenen Fest Inti Raymi, das ebenfalls im Juni zu Ehren des Sonnengottes gefeiert wird, zurück. Wenn auch Sie gerne einmal an diesem bunten Brauch teilhaben möchten, so helfen wir Ihnen gerne bei der Reiseplanung. Mit unseren Partnern wie der Mansión Alcazar und dem Hotel Crespo in Cuenca, der Hacienda Leito in der Provinz Tungurahua, der Albergue Cuello de Luna nahe des Cotopaxi oder der Hostería Abraspungo in Riobamba bieten wir Ihnen traditionsreiche Gastbetriebe mit Charme. Eine Tourismusmesse zu viel? Vom
8. bis 11. Juni 2006 fand in Quito die „4. Ecuadorianische Tourismusmesse“
statt. Hierbei sollten die Tourismusprodukte der verschiedenen Regionen
dem Konsumenten sowie anderen Unternehmen der Branche näher gebracht werden.
Durch diesen Inhaltsschwerpunkt konnte sich die Veranstaltung damit nicht
wirklich von der Tourismusmesse BITE in Cuenca unterscheiden - was vielleicht
auch den fünfzigprozentigen Rückgang der Aussteller zum Vorjahr erklärt.
In Punkto Organisation muss man der Messe, objektiv betrachtet, die Note ungenügend ausstellen. Die Tatsache, dass viele Stände erst am Ende des ersten Messetages fertiggestellt wurden, dass nach Eröffnung immer noch kein Ausstellerverzeichnis vorlag oder dass der zweite Messetag mit dem WM-Spiel von Ecuador gegen Polen zusammenfiel sind nur einige Indizien dafür, dass es hierbei weit an vorausschauender Planung fehlte. In der ecuadorianischen Öffentlichkeit beginnt man sich die Frage zu stellen, ob drei „internationale“ Tourismusmessen im Land (Cuenca, Quito und Guayaquil) nicht doch eine Verschwendung von Planungsaufwand und Geldmittel sind – besonders wenn sich diese Veranstaltungen in ihren Adressaten nicht wirklich unterscheiden. Die Hexen von Ambato Im Paramo von Quisapincha, in der Gegend von Ambato, findet
momentan ein Prozess statt, wie er ähnlich schon einmal vor 10 Jahren
ablief. Obwohl Aberglauben und Selbstjustiz damals ein schlechtes Licht
auf das Dorf Calhuasig Grande warfen, wird in diesen Tagen über zwei
Frauen aus Ambato verhandelt, die die Bewohner von Calhuasig Chico
verdächtigen, zwei Männer verhext zu haben. Als Beweismittel wurden fünf
Hefte mit 5600 Namen vorgelegt: neben den Namen stehen Sätze wie „Spuren
des Todes, schwarze Messe“ sowie eine Summe, die die Person wohl bezahlen
sollte, damit ihr Name aus dem Heft gestrichen wird. Auch die Bilder von
Jesus, Maria und San Gonzalo, dem Racheheiligen, sollen zur Hexerei
benutzt worden sein. Zur improvisierten Verhandlung erschienen 4000 Menschen der indigenen Bevölkerung aus dem Umland. Ihr starker Glaube an San Gonzalo macht die Menschen erpressbar – viele zahlen hohe Summen, damit die Wahrsager ihre Namen aus den „Todesbüchern“ tilgen. Die vermeintliche Hexe Ruth María Terán Sánchez besteht jedoch auf ihrer Unschuld – sie habe die Bücher lediglich von einer Frau namens Lourdes erhalten und selbst nichts damit zu tun. Die Furcht der Bewohner ist so groß, dass diese die beiden Frauen sogar entführt zu haben scheinen – denn noch ist nicht sicher, ob sie aus freiem Willen in das Dorf gekommen sind. Mittlerweile wurde der Staatsanwalt von Ambato in die Verhandlungen miteinbezogen, um den Fall aufzuklären: Sowohl der Vorwurf der Hexerei gegen die Frauen als auch der der Entführung gegen die Dorfbewohner soll somit durch das offizielle Recht aufgeklärt werden. | |
„Mundial“ im Hilton Colón Guayaquil Für die Ecuadorianer hat sich zwar seit dem Spiel gegen
England die Hoffnung auf den Weltmeistertitel erledigt – aber sie haben
ihre Niederlage mit Fassung getragen und die Fußballbegeisterung hierzulande
hat sicherlich nicht darunter gelitten. All jene, die sich momentan in
Ecuador aufhalten, können das bestätigen: Während Deutschland im WM-Fieber
tobt, verfolgt man auch hier gespannt jedes Spiel mit. Falls Sie sich
zum Finale in der Küstenmetropole Guayaquil aufhalten, dann sollten Sie
sich das Angebot des Hilton Colón Guayaquil nicht entgehen lassen: Dort
können Sie auf einer Großleinwand das Spiel verfolgen. Für das leibliche
Wohl ist auch gesorgt: Mittagsbüffet, Softdrinks, Bier und Hauswein sind
im Eintrittspreis inbegriffen. Das Special des Hilton Colón Guayaquil
finden Sie hier.
Haben Sie Lust auf ein einmaliges Dschungelabenteuer, mitten im Nirgendwo
und weit entfernt von jeglichem Alltagstrubel? Auf den Spuren der Waldbewohner
entdecken Sie zum Beispiel während einer Nachtregenwaldwanderung die ökologischen
Vielfalt von Kapawi! In der entlegenen Regenwald- Ecolodge lernen Sie
Ökotourismus auf einmalige Art und Weise kennen. Zusammen mit der Achuar-Gemeinde
können Sie die Chance wahrnehmen, in das Leben im Amazonasgebiet einzutauchen.
Hier geht es zu unserem Kapawi-Special. | |
HOCHLAND: Die andere Seite des Cotopaxi
Falls Sie an einer Cotopaxi-Besteigung interessiert sind, helfen wir Ihnen gerne bei der Organisation. Als optimaler Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Park bietet sich auch die Hacienda El Porvenir am Nordeingang des Parkes an. REGENWALD: Illegaler Tierhandel sichert Lebensunterhalt
Wenn Sie an einem Besuch der Rettungszentren interessiert sind, oder Infos über diese wünschen, dann können Sie uns gerne schreiben. Oder möchten Sie die Tiere unter naturkundlicher Führung in freier Wildbahn beobachten? Dann empfehlen wir Ihnen einen Aufenthalt in einer Dschungel-Lodge. GALÁPAGOS: Schrumpfende Leguane
Wenn Sie sich für einen Aufenthalt auf den Inseln interessieren, dann empfehlen wir Ihnen das Hotel Casa de Marita auf Isabela. | |
Bis hoch auf den Gipfel des Imbabura (von Christine Riedlinger aus Schömberg am Stausee/Deutschland) Unsere Anreise erfolgte bereits am Vortag des
17. Juni. Von Quito aus machten wir – drei Frauen, ein Mann und ein Hund –
uns auf den Weg nach Ibarra. Nach unserer Ankunft hatten wir zunächst
einmal mit der Frage zu kämpfen, wohin wir denn genau unsere Reise
fortsetzten müssen. Denn die Adresse, die wir telefonisch von Herrn
Guatemal, unserem Bergführer erhalten hatten, lag noch immer ganz
unberührt auf dem Schreibtisch unseres Büros in Quito. Nach unzähligen
erfolglosen Telefonanrufen erreichten wir ihn am späten Abend. San
Clemente hieß der verzweifelt gesuchte Name unseres Zielorts. An der
Schule der Commuidad San Clementes angekommen, wurden wir bereits vom Sohn
des Herrn Guatemal erwartet und anschließend zum Haus der Familie geführt.
Bereits im Dunkeln konnte man die Arbeit und Liebe erkennen, mit der über
Jahre an Haus und Garten gearbeitet worden war. „Ein echter Geheimtipp für
Reisende, die Abwechslung und Ruhe suchen.“ Nach einer bitterkalten Nacht erhoben wir uns morgens um 5.30 Uhr aus unseren Betten und machten uns fertig für die bevorstehende Wanderung, die uns zum Gipfel des Imbaburas (4.609m) hinaufbringen sollte. Noch einem reichhaltigen Frühstück mit Kaffee, Saft, Rührei, Brot mit Käse und Fruchtsalat begaben wir uns in Begleitung unseres Bergführers mit dem Auto zum Ausgangspunkt unserer Trekking-Tour. Hier, auf einer Höhe von ca. 3.600 m war es dann soweit; wir ließen das geparkte Auto hinter uns und marschierten los. Schon
nach wenigen Metern verwandelte sich der sehr angenehme Spazierweg zu
einem kleinen, äußerst steilen Pfad, der uns mitten durch die schöne Páramo-Landschaft
führte. Nachdem wir den ersten harten Aufstieg bewältigt hatten, wurde
eine kleine Pause eingelegt. Hier öffnete Herr Guatemal zum ersten Mal
seinen äußerst großen Rucksack. Versorgt mit Äpfeln und Orangen nutzten
wir die kleine Pause, um wieder an etwas Luft und vor allem an neue Energie
zu kommen. Danach ging es weiter, vorbei an wunderschönen Blumen, Kräutern und anderen, für die Gegend typischen Pflanzen. Unser Führer stellte sich während der Wanderung nicht nur als außerordentlich sorgsamer und sympathischer Bergsteiger, sondern auch als Pflanzenkenner und Naturheilkundler, heraus. Er stand uns während des Aufstiegs darüber immer wieder Rede und Antwort. Diese Gespräche wurden, vor allem von uns Frauen, natürlich auch regelrecht dazu benutzt, um zu kleinen, unbemerkten Verschnaufpausen zu kommen. Nach ca. 4 Stunden kamen wir zu der Stelle, an der sich
die Wanderung zu einer Kletterpartie wandeln sollte. Fast eineinhalb Stunden
kletterten wir über felsiges Gestein hinauf zum Gipfel. Völlig erschöpft
und zugleich überwältigt von der eigenen Leistung erreichten wir den Gipfel
des Imbaburas, wo die letzte Kleidungsschicht aus dem Rucksack gepackt
wurde. Mit einem heißen Coca-Tee und einer superleckeren Gemüsesuppe wärmten
wir uns auf und genossen die wohlverdiente Pause. Nachdem wir nicht nur
uns selbst, sondern auch einen kleinen Adler mit Essen versorgt hatten,
machten wir uns wieder auf den Weg hinab, entlang felsigen Gesteins. Samt
Hund bewältigten wir das steile Stück, wo sich eine wundervolle Sicht
auf den Lago Sangre bot. Belohnt mit dem lang ersehnten Sonnenschein ging
es weiter hinab und hinab und hinab. Der Rückweg, so schien es uns allen,
wollte einfach kein Ende mehr nehmen. Gegen 17.30 erreichten wir endlich wieder unser Wochenenddomizil, wo wir uns von der Frau des Hauses mit sehr leckerem Essen so richtig verwöhnen ließen. Glücklich und zufrieden verabschiedeten wir uns von Herr Guatemal und seiner Familie, mit dem Versprechen, den Besuch bald zu wiederholen und begaben uns zurück nach Ibarra, um die Rückfahrt nach Quito anzutreten. | |
|
…dass ein Bauer 1969, als er auf der Suche nach seinem entlaufenen Hund war, eine Skulptur aus purem Gold fand, welche die Zeremonie der Muisca-Indianer beschreibt und somit als Beweis für die Existenz von El Dorado herangezogen wird? ... dass die ersten Menschen auf dem Cotopaxi der Deutsche Wilhelm Reiss und der Kolumbianer Angel Escobar waren, die im Jahr 1872 über die Westseite den Gipfel erreichten? ... dass der Name Lago de Sangre, zu deutsch etwa „Blutsee“, daher rührt, dass dort eine grausame Schlacht zwischen den Cara und den Inka stattgefunden haben soll, nach der die Inka die Besiegten in den See warfen, so dass er sich blutig rot färbte? | |
ecuadorlineist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Ecuador, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, wie auch dem Land selbst. Unsere Serviceleistungen auf einen Blick: Mit herzlichen Grüßen aus Quito, |