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NEWSLETTER Mai 2006 |
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| Liebe Ecuador-Freunde, |
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Uralte Ostertraditionen in Ecuador
Die „Arrastre de Caudas“ ist nur eine der vielen verschiedenen Osterbräuche,
die in Ecuador zelebriert werden. Am Karfreitag findet die wichtigste
Prozession der Karwoche statt – diese Zeremonie hat große Ähnlichkeit
zu den spanischen Bräuchen, welche auf die Kolonialzeit des Landes
zurückführen sind: Eine Jesusfigur wird auf einer Bahre getragen,
gefolgt von Büßern mit den berühmten Spitztüten –
den so genannten „Cucuruchos“. Im Zusammenhang mit der Karwoche darf die Fanesca, die typische ecuadorianische Fastenzeit-Suppe, nicht unerwähnt bleiben. Das Getreide in der Fanesca wird mit der Erntezeit in Verbindung gebracht, aber auch mit den 12 Aposteln, denn traditionell besteht sie aus 12 Getreide- und Knollensorten. Der Fisch hingegen symbolisiert den Leib Christi. Die Fanesca wird traditionell mit Kartoffelpüree, Weichkäse sowie Milchreis mit Zimt als Nachtisch serviert (die genaue Zubereitung finden Sie in unserem Februar-Newsletter). Für alle Freunde dieses Festessens gab es dieses Jahr am Gründonnerstag in Quito die größte Fanesca der Welt: 25 Kilo Mehl und Linsen, 700 gekochte Eier und 2500 Zwiebeln wurden unter anderem für die 4000-Portionen-Suppe verarbeitet. Die Osterwoche hat einen großen Stellenwert in der ecuadorianischen Bevölkerung, zudem diese noch mit dem Wechsel der Jahreszeit im Lande zusammenfällt. In den Küstenregionen endet Mitte März der Sommer, die Karwoche ist der Höhepunkt der Ferien, bevor das Schuljahr wieder beginnt. So nützen auch viele Ecuadorianer aus dem Hochland diese Feiertage für einen Strandaufenthalt, sofern sie nicht in Quito verweilen, um der beliebten Osterprozession beizuwohnen. | |
Schamane on Tour Seit
dem 24. April tourt ein bunter Bus durch Deutschland: „Schamane on Tour“
heißt die Truppe, die die ethnische Vielfalt Ecuadors repräsentiert.
Die Miss Ecuador 2006 Katty López, zwei Tänzer von der Pazifikküste,
zwei Musiker aus dem Andenhochland sowie der Medizinmann vom Stamm der Shuar
sind unterwegs, um die Aufmerksamkeit auf den kleinen Andenstaat bei seiner
zweiten WM-Teilnahme zu ziehen. Das Programm von „Schamane on Tour“ beinhaltet Seminare für Reisebüromitarbeiter, Fototermine mit den Bürgermeistern und Besuche der Fußballstadien: Diese werden nach alten Riten vom Schamanen gereinigt. Auch ecuadorianische Tanzaufführungen in den Stadien gehören zum Programm. Diese Marketingstrategie ist Teil der Kampagne des ecuadorianischen Tourismusministeriums, das auch mit Anzeigenschaltungen in der deutschen Presse, großen Plakaten und einer Verteilaktion ecuadorianischer Güter für sein Land wirbt: am 9. Juni vor dem Spiel Polen-Ecuador und am 20. Juni vor dem Spiel gegen Deutschland werden ecuadorianische Studenten 45.000 Werbepakete mit Schokolade, Rosen und Panamahüten verschenken. Tour-Termine:
Dortmund: 03.05.06 / Ringhotel Drees, Hohe Str. 107, 44139 Dortmund Gelsenkirchen: 04.05.06 / Maritim am Stadtgarten, Am Stadtgarten 1, 45879 Gelsenkirchen Düsseldorf: 05.05.06 / Hotel Astra, Ubierstr. 36, 40223 Düsseldorf Frankfurt: 08.05.06 / Bristol, Ludwigstr. 15, 60327 Frankfurt Heidelberg: 09.05.06 / Holiday Inn, Pleikartsförster Str. 101, 69124 Heidelberg Kaiserslautern: 10.05.06 / Dorint Novotel, St. Quentin-Ring 1, 67663 Kaiserslautern Freiburg: 11.05.06 / Rheingold, Eisenbahnstr. 47, 79098 Freiburg Stuttgart: 12.05.06 / Wartburg, Lange Str. 49, 70174 Stuttgart Rothenburg: 15.05.06 / Zum Rappen, Vorm Würzburger Tor 6, 91541 Rothenburg Würzburg: 16.05.06 / Hotel Amberger, Ludwigstr. 17-19, 97070 Würzburg Bad Kissingen: 17.05.06 / Kissinger Hof, Bismarckstr. 14-16, 97688 Bad Kissingen Nürnberg: 18.05.06 / Nestor, Bucher Str. 125, 90419 Nürnberg München: 19.05.06 / Intercity Hotel, Bayerstr. 10, 80335 München Illegale Einwohner auf Galápagos Die
ecuadorianische Regierung kündigt die Umsiedlung von cirka 5000 Personen
an, die illegal auf den Galápagos-Inseln wohnen. Umweltministerin
Ana Albán erklärt, dass es sich hierbei um Ecuadorianer handelt,
die ursprünglich als Touristen auf die Insel gekommen und dann dort
geblieben wären. Aufgrund des hohen Aufkommens an internationalen Touristen sind die Galápagos-Inseln ein attraktives Siedlungsgebiet für Einheimische, die dort das große Geld zu verdienen hoffen. Für das empfindliche Ökosystem des Archipels sind solche „wilden“ Siedlungen aber mehr als schädlich. Das Umweltministerium ist im Moment bemüht, die illegal Eingewanderten zu identifizieren und wieder auf das Festland umzusiedeln. Dies sei notwendig, um eine nachhaltige Entwicklung des ecuadorianischen Tourismusjuwels gewährleisten zu können. Quito – von Nord nach Süd per Rad Am 23.04.2006 feierte Quito das dreijährige Bestehen des Ciclopaseos (zu deutsch: Fahrradweg). Mittlerweile misst die Strecke, auf der jeden zweiten Sonntag 1000e von Quiteños ihre Stadt durchradeln, 29 km. Sie wurde zum Jubiläum um drei Kilometer nach Norden verlängert und reicht nun bis zum Sektor Parque de los Recuerdos im Norden.
Unzählige von Geschäften haben sich in der Zwischenzeit auf die große Nachfrage nach Serviceleistungen eingestellt: Schaufenster mit Fahrrädern, Zubehör und Werkzeug zum Ausleihen säumen den Ciclopaseo. Und wem während der Fahrt die Luft ausgeht, der kann sich in vielen Geschäften für nur 20 Cent den Reifen aufpumpen lassen – so zum Beispiel bei Danilo Reyes, der sein Geschäft in der Nähe des Parkes El Ejido in der Calle Tarqui hat. Eine Komplettdurchsicht des Fahrrades ist hier schon ab fünf Dollar zu haben. Reisenden, die auch einmal an dem Spektakel teilnehmen möchten, sei das Geschäft von José Ragonés empfohlen, der gegenüber des Parque Carolina Fahrräder stunden- oder tageweise vermietet. Internationale Tourismusmesse BITE in Cuenca lässt gute Resultate erhoffen Vom
19. bis 21. April fand in Cuenca die „Bolsa Internacional de Turismo del
Ecuador“ (kurz BITE) statt – wir berichteten bereits in unseren wöchentlichen
News. Obwohl der offizielle Abschlussbericht mit den Resultaten über
die Veranstaltung erst in zwei Monaten vorliegen wird, lassen sich jetzt
schon viele positive Rückschlüsse ziehen: besonders herauszuheben
sind die Erfolge bei Verhandlungen über eine Zusammenarbeit von Ecuador
mit seinen Andennachbarn Bolivien und Peru, um sich mit kombinierten Reiserouten
auf dem internationalen Markt zu präsentieren. Des weiteren ließ
die zunehmende Präsenz von Anbietern im Bereich Agrotourismus darauf
schließen, dass auch in Ecuador große Zukunftserwartungen an
die Kombination von Tourismus und Agrarwirtschaft gesetzt werden. Was den europäischen Markt betrifft, so konnten vor allem spanische Reiseveranstalter von der BITE profitieren: Hier wurden große Fortschritte bei der Vermarktung der Destination Ecuador auf den spanischen Reise-Internetportalen erzielt. Dies soll vor allem dem Ziel dienlich sein, mehr spanische Besucher ins Land zu bekommen. | |
Sprachschule Bipo y Toni´s – reisend Spanisch lernen Im
Februar-Newsletter haben wir Ihnen unseren neuen Partner in Quito, Bipo
y Toni´s, vorgestellt. In einem neuen Programm kombiniert die traditionelle
Sprachschule nun Sprachkurs mit Entdeckungsreise in Ecuador: Zwei Wochen
Quito mit Exkursionen ins Hochland, eine Woche Regenwald-Aufenthalt sowie
eine weitere Woche an der Küste – lernen Sie Sprache und Kultur in
ständiger Begleitung Ihres Lehrers aktiv kennen. Natürlich bietet
Ihnen unser Partner auch individuelle Sprachreiserouten, die ganz nach Ihren
Wünschen zusammengestellt werden - sowohl für Einzelpersonen als
auch für ganze Gruppen. Wenn Sie an dieser etwas anderen Form des Spanischunterrichtes interessiert sind, dann lesen Sie hier mehr oder schreiben Sie uns für weitere Informationen. Der Chefkoch des Hilton Colón Guayaquil bei der WM in Deutschland Zum
Team der Tricolor (der ecuadorianischen Nationalmannschaft) während
der WM in Deutschland gehört auch Manfred Krauth, Chefkoch des Fünf-Sterne-Luxushotels
Hilton
Colón Guayaquil – zwar nicht als Spieler, aber doch aktiv
an der Zubereitung und Auswahl der Spezialkost der ecuadorianischen Spieler
beteiligt. Diese wird unter anderem aus Reis mit Linsen, Patacones (frittierte
Kochbananenscheiben) und gebratenem Fleisch bestehen.
Chef Krauth, der deutscher Staatsbürger ist, gehört seit 1996 zum Team des Hilton Colón Guayaquil und trägt seitdem mit seinen Ideen zum Gelingen von gastronomischen Festen wie dem Oktoberfest, das jedes Jahr im Hilton Colón Guayaquil stattfindet, sowie dem Festival Argentino und dem Festival Mexicano bei. Aufgrund seiner Erfahrung wird er auch am Festival der ecuadorianischen Küche teilnehmen, das am Anfang der WM in Deutschland stattfinden wird, und bei dem unter anderem traditionelle Gerichte aus Guayaquil, Quito und Cuenca zubereitet werden. Auch Sie haben die Möglichkeit, in den verschiedenen Restaurants des Hotels Hilton Colón Guayaquil die köstlichen Gerichte vom Chef zu probieren. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte uns oder die Abteilung Essen & Trinken unter der Nummer ++593 (0)4 2689000. | |
HOCHLAND: Baños – quirliges Treiben neben dem rauchenden Krater In
unserer letzten Ausgabe berichteten wir über die Eruptionen
des Tungurahua, die nach wie vor anhalten. Der aktivste Vulkan Ecuadors
spuckt dabei tonnenweise Asche in den Himmel. Neben den Unannehmlichkeiten,
die solch ein Ausbruch für die Bewohner der Gegend mit sich bringt,
ist der Vulkan aber gleichzeitig auch ein wichtiger strategischer Partner
des Ortes Baños. 1999 wurde die Alarmstufe Orange über den Marienwallfahrtsort Baños verhängt. Hohe Rauchschwaden, Ascheregen und glühende Lava schienen einen ernsthaften Ausbruch anzudeuten, weswegen am 17. Oktober 1999 eine komplette Evakuierung erfolgte. Nachdem größere Eruptionen ausblieben, kehrten die Bewohner im Januar 2000 gegen den Willen der Behörden in ihre Stadt zurück. Seit dem kann Baños dank des zunehmenden Tourismus ein enormes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Somit markiert der Beginn der jüngsten aktiven Phase des Vulkans im Jahr 1999 gleichzeitig den Zeitpunkt eines Neubeginns für die Stadt. War Baños davor eher ein touristisch-religiöser Anziehungspunkt für einheimische Touristen und für ausländische Reisende hauptsächlich einer Vulkanbesteigung wegen interessant, so änderte sich dies in den letzten Jahren. Nach einem kurzzeitigen Ausbleiben des Touristenstroms hat die Stadt sich mittlerweile nicht nur erholt, sondern sich auch beständig weiterentwickelt und ist zu einem der beliebtesten Ziele Ecuadors geworden. Und dies nicht zuletzt, weil die Bewohner nicht gewillt waren, ihre Geschäfte vollständig aufzugeben und die Stadt aussterben zu lassen. Dass
das Wachstum auf den Tourismus zurückzuführen ist, ist offensichtlich:
Restaurants, Bars, Internetcafés, Kunsthandwerksläden, Reisebüros
und Geschäfte, die typische Produkte aus Zuckerrohr verkaufen, reihen
sich aneinander. Im Schnitt kommen wöchentlich zwei weitere Geschäfte
für Touristen hinzu. Die Präsidentin der Tourismuskammer Martha
Reyes bringt das Erfolgsgeheimnis der Stadt folgendermaßen auf den
Punkt: Baños hat es geschafft, sich nach dem Warnsignal von 1999
wieder zu erheben und die Nähe zum brodelnden Vulkan auszunutzen. Nächtliche
Vulkanbeobachtungen, Trekkingtouren entlang der Wasserfälle, Extremsportarten
und Wellnesstourismus (die Stadt macht somit ihrem vollständigen Namen
Baños de Agua Santa, was zu deutsch so viel wie „Bäder des heiligen
Wassers“ bedeutet, alle Ehre) bringen Touristen und damit Devisen in den
Ort: Die jährlich 1,5 Millionen nationaler und internationaler Besucher
geben pro Person schätzungsweise täglich 30 USD aus und garantieren
somit, dass sich die touristische Infrastruktur auch weiterhin entwickeln
kann. Wenn Sie Lust bekommen haben, sich das bunte Treiben unter dem Vulkan anzusehen, in den heißen Quellen zu entspannen oder die Wasserfälle zu besuchen, dann helfen wir Ihnen gerne weiter. Mit unserem Partner Hosteria Isla de Baños bieten wir Ihnen einen perfekten Ausgangspunkt für solche Unternehmungen. REGENWALD: Die „Ayahuasca“ – ein mythisches Ritual der Shuar-Indianer
KÜSTE: Mantas grüne Lunge Vogelgezwitscher
erfüllt das drei Hektar große Gebiet tropischen Trockenwaldes
(bosque seco tropical) in der städtischen Zone Mantas:
das Gebiet südlich des Zentrums, in dem sich früher Plastikmüll,
Bauschutt, Metallbehälter und andere Abfälle sammelten, beherbergt
heute wieder Uhus, Eulen und Pelikane. Diese extreme Aufwertung des Gebietes
zur einzigartigen grünen Lunge Mantas ist der Verdienst von 80 Familien
aus dem Südwesten Mantas: unter dem Namen „Activos por la Vida“ („Aktiv
für das Leben“) hat sich eine Gruppe zusammengefunden, deren Ziel es
ist, das Gebiet zu reinigen und aufzuwirtschaften. Von der Leistung zeigte
sich der Kantonsbürgermeister Jorge Zambrano so begeistert, dass er
weitere Gelder für die vollständige Säuberung des Gebietes
versprach. Aber nicht nur die Reinigung, sondern auch das Anlegen von Fußwegen sind der Verdienst der Familien. Über solch einen neuen Trampelpfad gelangt man nun in das Gebiet. Nach fünf Minuten Fußmarsch ändert sich die Landschaft, und Johannisbrotbäume, Chilca Costeña (eine Asternart) und Tomatillo (eine Physalisfrucht) formen einen grünen Tunnel über dem Pfad. Dies ist den reichen Regenfällen zwischen Januar und März zu verdanken, die bewirkten, dass die Zweige der Bäume so hoch hinauswuchsen. Diese Vegetation streckt sich hinunter bis zu einem Stauwasser, das einst ein Zugang zum Meer war. Besonders enthusiastisch über die Erhaltung des Gebietes sind die Kinder. Den 11-jährigen Alejandro begeistert, dass er so wenige Schritte von seiner Haustür ein Gebiet vorfindet, das eine ähnliche Vegetation wie Galápagos aufweist. „Einen dreißigjährigen Kaktus zu sehen, ist phänomenal“, begeistert sich der Junge, der zu einer Gruppe dreißig Kindern gehört, die die Patenschaft über das gerettete Gebiet übernommen hat. Aber nicht nur die Pflanzen beeindrucken, sondern auch eine kleine Ausgrabungsstätte mit archäologischen Relikten, die von einer frühen Siedlung Mantas stammen könnten. | |
Über den Bäumen – Canopy Tour (von Anette Müller, Karlsruhe/Deutschland)
Unser Ausflug endet mit der Fahrt zur Hacienda
El Porvenir und erwartet uns noch mit einem besondern Bonbon: Der
„Coto“ zeigt sich in seiner vollen Größe im Abendlicht. Somit
endet ein erlebnisreicher Tag zu Füßen des berühmten Vulkanes
und über den Baumwipfeln. | |
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…dass die Farben der Cucuruchos je nach Land und Region unterschiedlich sind? ... dass sich 1986 eine US-Firma die für die Herstellung von Ayahuasca benötigte Lianenart „Banisteriopsis caapi“ patentieren ließ? ... dass der Name Tungurahua vermutlich aus den beiden Quechua-Wörtern tunguri=Schlund und rahua=brennen, feuerspeien zusammengesetzt ist? | |
ecuadorlineist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Ecuador, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, wie auch dem Land selbst. Unsere Serviceleistungen auf einen Blick: | |
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Mit herzlichen Grüßen aus Quito, |