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NEWSLETTER Juni 2005 |
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Liebe Ecuador-Freunde,
zwar soll unser Newsletter hauptsächlich dazu dienen, Ihnen die touristische Destination Ecuador näher zu bringen, aber auch in dieser Ausgabe kommen wir nicht umhin, auf einige Missstände vor allem im Bereich Umweltschutz hinzuweisen. Neben der unkontrollierten Abholzung in der Provinz Esmeraldas sind auch Probleme im Regenwald und auf den Galápagos-Inseln ein Thema. Wir möchten Ihnen aber auch eine einzigartige Orchideeninsel vorstellen sowie die relativ unbekannte Kultur der Tsáchilas. Wenn Sie wissen möchten, warum der Panama-Hut eigentlich Ecuador-Hut heißen müsste, lesen Sie bitte weiter. Wie immer sind wir für alle Fragen oder Anregungen offen und wünschen Ihnen eine interessante Lektüre. Mit herzlichen Grüßen aus Quito, Bina Kreykenbohm | |
Ecuadors grüne Provinz verliert an Farbe Grün und noch mehr grün, wohin das Auge blickt. Dazwischen exotische Pflanzen, die zusammen mit der tropischen Tierwelt ein buntes Farbenmeer bilden. Idylle pur, so scheint es - bis auf die Motorsägen im Hintergrund, die das Zirpen der Grillen und den Vogelgesang übertönen. Etwa 15.000 ha Waldfläche fallen jährlich in der Provinz Esmeraldas im Norden Ecuadors den Abholzungen zum Opfer, durchschnittlich sieben Bäume pro Hektar. In etwa 15 Jahren werden die gesamten Nutzholzbestände Esmeraldas abgeholzt sein. Die steigende Ölförderung ist für ebenfalls ein Grund für das fortwährende Fällen der Bäume. Damit verliert die Region Stück für Stück an wertvollem Primärwald und Lebensraum für unzählige Regenwaldbewohner.
Heute sind nur noch 30 Prozent der ursprünglichen Waldbestände Ecuadors erhalten, jährlich werden 650.000 Kubikmeter im ganzen Land abgeholzt, das entspricht etwa einer Strecke von Frankfurt nach München, reiht man die gefällten Bäume alle aneinander. Dabei findet sich in den tropischen Regenwäldern Ecuadors eine der höchsten Biodiversitäten weltweit. Neben der abwechslungsreichen Fauna ist hier das Holz von über 60 Baumarten zu finden, das zur Weiterverarbeitung genutzt wird, darunter zum Beispiel Mahagoni, Teak oder Guajak. Seit den 60er Jahren wächst die Anzahl der Unternehmen, die sich in der Gegend Esmeraldas ansiedeln, um die einzigartigen Regenwaldbäume für ihre Zwecke zu nutzen. Auch die großen Ölfirmen haben die Gegend für sich entdeckt. Hauptproblem dabei ist, dass den Unternehmen bei der Abholzung der kostbaren Bäume kaum Grenzen gesetzt werden. Bislang stellt das ecuadorianische Umweltministerium nur sehr wenig Gelder für Kontrollen zur Verfügung. Die Ausbeutung der reichen Naturschätze Ecuadors geht dabei auf Kosten der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch die hier lebenden Indigenas, die viele Jahre aus Unwissenheit ihr Land an die ausländischen Firmen verkauften, ohne dabei einen annähernd angemessenen Gegenwert zu erhalten. Heute wird ein Großteil der Flächen von den Einwohnern wieder zurückgefordert, ein langwieriger Prozess mit offenem Ausgang! Ein Regulierungsplan zur legalen Abholzung ist in Planung, allerdings fehlen dem zuständigen Umweltministerium Autorität und Stabilität, um sich den wirtschaftlichen Interessen ausländischer Handelspartner entgegenzusetzen. Dazu ist die verarmte Bevölkerung Esmeraldas auf die Arbeit als Holzfäller angewiesen, denn Alternativen fehlen. ![]() In Zusammenarbeit mit der deutschen GTZ sowie regionalen Dörfern und Gemeinden ist die international tätige Nicht-Regierungsorganisation Conservación Internacional im Einsatz. Gemeinsam wird versucht, Arbeiter von der illegalen Abholzung abzubringen und deren Löhne durch Gelder eines Fonds zu ersetzten. Das Ziel ist es, die Steigerung der Lebensqualität der Bewohner zu verbessern und dabei die Biodiversität zu erhalten. Dennoch sind viele Wunden sichtbar und es wird dauern, diese wieder zu heilen. Viele Jahrhunderte Leben wurden bereits vernichtet. Hinzu kommt die kontraproduktive Monokultur der afrikanischen Palme auf einer Fläche von 35.000 ha, die keine heimische Spezies ist und deshalb den hiesigen Naturhaushalt aus dem Gleichgewicht bringt. Ein neuer Hoffnungszweig für Ecuador ist der Ökotourismus. Die einmalige Biodiversität Esmeraldas ist eine wichtige Alternative zur Waldabholzung und bietet weitreichende Chancen, um die Provinz als touristisches Reiseziel bekannter zu machen und wirtschaftlich voranzubringen. Insgesamt stehen bislang 312.018 ha der ecuadorianischen Waldflächen unter Naturschutz. Mit Hilfe internationalen Drucks sollen weitere Taten folgen. Die deutsche Bundesregierung beispielsweise stellte im November 2004 Hilfezahlungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro ein, um das ecuadorianische Umweltministerium zum Handeln zu bewegen. Wenn Sie dieses Thema interessiert, können wir Ihnen gern weitere Informationen schicken. Erfahren Sie mehr über das Abholzen auf Grund der Ölpipeline – Legungen oder besuchen Sie die englischsprachige Seite von Conservación Internacional. | |
Ein Hut geht auf Reisen! Panama- oder Ecuadorhut? - Teil 6 unserer Serie über die Exportprodukte Ecuadors Eine Besonderheit unter den ecuadorianischen Exportgütern ist der weltbekannte Panamahut. Sein Name lässt anderes vermuten, aber bereits seit 1630 wird der beliebte Sonnenschutz in dem kleinen Andenstaat Ecuador hergestellt. 90 Prozent der Erzeugnisse gehen dabei ins Ausland, vornehmlich in die Vereinigten Staaten und nach Europa.
Gefertigt wird der praktische Strohhut aus den Palmfasern der „Paja Toquilla“, die in den fruchtbaren Küstenstreifen Ecuadors wachsen. Von Hand geflochten werden die hochwertigen Fasern vor allem in Montecristi, der Geburtsstadt der unverkennbaren Kopfbedeckung, weiterverarbeitet. Aber auch in Cuenca siedelten sich im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von Hut-Flechtern an. Über den Handelshafen in Panama verbreitete sich der bis dahin unter dem Namen „Jipi Japa“ bekannte Strohhut in andere Länder, daher bis heute der Name Panamahut. Zunächst wurde er vor allem an Goldgräber auf ihrem Weg nach Nordamerika verkauft, seine Modequalität bewies er erstmals 1880 auf der Weltausstellung in Paris. Um die Welt ging das Bild des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt mit Strohhut, als er sich 1906 bei der Fertigstellung des Panamakanals von der Presse ablichten ließ. Der Hut stand dabei symbolisch für die Kanalbauer, die sich damit vor der Sonne schützten. Besonders zu beachten sind Feinheit, Flechtendichte und Qualität der verarbeiten Faser. Je nach Hut-Typ dauert die Anfertigung acht Tage bis zu acht Monaten. Je feiner die Bänder,
desto mehr Umrundungen bekommt ein sogenannter „Fino“ und desto teurer kann
er verkauft werden. Erkennungszeichen für einen echten „Ecuadorhut“
sind sowohl die Strohqualität als auch die filigranen Flechtmuster,
die das Original von einer Kopie unterscheiden. Im Ausland bezahlen Hut-Liebhaber mehrere hundert US-Dollar für einen „Echten“, in Ecuador sind sie bereits für fünf bis acht Dollar erhältlich. Die unausgeglichene Verteilung der Gewinne zwischen Herstellern und Händlern verursacht daher ein soziales Ungleichgewicht. Die Hut-Flechtern bekommen für ihre Arbeit nur wenige Cents. Seit einigen Jahren unterstützt die Hilfsorganisation PLAN eine Flechter-Kooperative, die den Verkauf der Hüte ohne Zwischenhändler zum Ziel hat. Auch genehmigen die Banken den Hut-Machern zunehmend Kredite, damit arbeitserleichternde Maschinen angeschafft werden können. Offensichtlich wird der „Sombrero de Paja Toquilla“ zukünftig neue Wege einschlagen müssen, um weiterhin zu überleben. Lesen Sie mehr Wissenswertes über den Panamahut in englischer Sprache sowie über die Zusammenarbeit zwischen Hut-Flechterinnen und Brot für die Welt. Wie wäre es mit einem eigenen Strohhut? Als Ausgangsorte für Ausflüge nach Montecristi empfehlen wir das Hotel Cabañas Balandra in Manta sowie die Hostería Mandála und die Hostería La Barquita in Puerto López. Neue Tourismusministerin im ecuadorianischen Kabinett Der neue Präsident Dr. Alfredo Palacio hat sein Kabinett gebildet. Nach der Absetzung des ehemaligen Präsidenten Lucio Gutiérrez schlägt Palacio nun eine neue politische Richtung ein. Von besonderem Interesse für Ecuador ist dabei die neue Tourismusministerin María Isabel Salvador Crespo, da der Tourismus eine immer wichtigere Einnahmequelle für den kleinen Andenstaat ist. Die studierte Juristin bringt eine über 15jährige Berufserfahrung im Tourismussektor mit. Bereits tätig war sie in einigen Beratungsausschüssen sowie in verschiedenen Unternehmen und Verbänden des Tourismusbereichs.
Großes Ziel der neuen Ministerin sei es, die Entwicklung Ecuadors als südamerikanisches Reiseland weiter voranzutreiben. Ebenso solle das Bild Ecuadors als Tourismusdestination in ein richtiges Licht gerückt werden. Dabei möchte die Politikerin die Arbeit ihrer Vorgängerin zum Teil fortführen, aber auch neue Türen öffnen, um die Schwierigkeiten der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Mit etwa 500 Millionen US-Dollar Deviseneinnahmen jährlich bietet sich mit dem Tourismus als heute drittwichtigster Sektor eine neue Chance für Ecuador, sich von seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit zu lösen. Die „Unsichtbaren“ in Spanien Ecuador und Spanien haben am 7. Februar 2005 ein Abkommen unterzeichnet, das illegal in Spanien lebenden Einwanderern eine Aufenthaltsgenehmigung ermöglichen soll. Mit der Legalisierung soll die Schwarzarbeit bekämpft und den Ecuadorianern eine Reise oder ein Besuch ins Heimatland erleichtert werden. Andere denken daran, ihre Familienangehörigen nach Spanien zu holen, wenn sie selbst ihren Aufenthalt legalisieren können.
Die auf drei Monate angesetzte Legalisierungsphase ging im Mai zu Ende und wurde von fast 140.000 Ecuadorianern genutzt. In Spanien stellen Ecuadorianer die größte Einwanderergruppe dar, gefolgt von Rumänen, Marokkanern und Kolumbianern. Die Regierung in Quito schätzt, dass in den vergangenen zwei Jahren rund 80.000 Bürger des südamerikanischen Landes nach Spanien ausgewandert sind, die meisten davon illegal. Das von der Regierung angeordnete Legalisierungsverfahren ist für Personen gedacht, die bereits seit längerer Zeit in Spanien leben und arbeiten, bislang allerdings nicht über die notwendigen Papiere verfügen und sich somit illegal im Lande aufhalten. Verschiedene Bedingungen müssen für die Antragstellung erfüllt sein, z.B. muss die betreffende Person nachweisen, dass sie bereits vor dem 7. August 2004 in Spanien gelebt hat und einen Arbeitsvertrag besitzt. Flughafen in Quito nachts geschlossenWegen Umbauarbeiten wird der Flughafen Mariscal Sucre in Quito vom 30. Mai bis zum 11. Juni von 23 Uhr nachts bis 6.30 Uhr morgens geschlossen. Mit Unannehmlichkeiten für Fluggäste ist nicht zu rechnen, da die Flüge in diesem Zeitraum entsprechend umgeleitet werden, damit Flugausfälle verhindert werden. | |
South American Tours: Zubucherreise Farbenfrohes EcuadorEcuador – dieser kleine Andenstaat hat so viel zu bieten: Unweit der kolonialen Hauptstadt Quito erheben sich einige der höchsten aktiven Vulkane der Welt; in den Anden versammeln sich Indígenas auf farbenprächtigen Märkten; palmengesäumte Strände am Pazifik bieten willkommene Erholung nach den Erlebnissen einer Reise durch den Dschungel des Amazonasbeckens. Erleben Sie eine wunderschöne Reise durch ein faszinierendes Land mit deutschsprachiger Reiseleitung.Reiseverlauf: Quito - Otavalo – Riobamba - Cuenca – Guayaquil, mögliche Verlängerung Galápagos Reisedauer: 8 Tage Reisedaten: finden Sie auf unserer Webseite Die Rundreise ist ausschließlich über eine Reiseagentur buchbar, wenn Sie mehr darüber wissen wollen schreiben Sie uns bitte oder klicken Sie hier. Special Grayline - Quito von oben
Weiter Informationen finden Sie hier. Kulturangebot im Hotel Patio Andaluz in Quito Der Interessensverband „Kultur und Künstler“ präsentiert jeden Samstag eine vergnügsame Nacht des Theaters mit Abendessen und Wein. Gezeigt wird das Stück „A las 6 en la esquina del Bulevar“ („Um sechs Uhr an der Boulevardecke“).
Erleben Sie einen wunderbaren Abend mit exquisitem Essen, köstlichen Weinen und einem unterhaltsamen Theaterstück, in dem der Autor Poncela über zwischenmenschliche Beziehungen, Gefühle und den Interessen eines Paares spricht. Preis pro Person: US$ 25,00 Weitere Informationen zu diesem Abend finden Sie hier oder wenden Sie sich direkt an uns. Hacienda El Porvenir - Über den Bäumen Genießen Sie die einzigartige Páramolandschaft auf der Hacienda El Porvenir in der Nähe des Cotopaxis.
Ein neues Ausflugsziel bietet hier die „Canopy Tour“ auf der benachbarten Hacienda Santa Rosa. Dabei „fliegen“ Sie über die Bäume hinweg – gut gesichert in einem Sitz an einem Drahtseil. Ihr Begleiter bei diesem aussergewöhnlichen Erlebnis wird Ihnen darüber hinaus viel über das einzigartige Ökosystem erzählen, das Sie von oben zu sehen bekommen werden. Auf unserer Webseite finden Sie alle nötigen Informationen zu diesem Abenteuer oder schreiben Sie uns. | |
Regenwald: Eine Insel der Orchideen in Puyo Vor zehn Jahren wurde von der Stiftung Omaere der ethnobotanische und pädagogische Park Omaere gegründet, was in der Sprache der Huaorani „Natur“ bedeutet. Er soll der langfristigen Erhaltung des tropischen Regenwaldes dienen und hat es sich zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt der Region zu schützen. Der Park Omaere liegt in der Nähe der Stadt Puyo, die Hauptstadt der Provinz Pastaza und etwa acht Stunden von Quito entfernt. Er ist 16 Hektar groß, befindet sich auf einer Höhe von 900 bis 960 Meter und erstreckt sich entlang des Puyo-Flusses.
Dort haben Besucher die Möglichkeit über 1.500 Pflanzenarten zu entdecken, die auch als Heilpflanzen genützt werden können. Darüber hinaus gibt es unzählige außergewöhnliche Orchideenarten, die diesen Ort zu einem interessanten Ausflugsziel machen. Der Besuch des Parks dauert etwa zwei Stunden und entführt den Besucher auf dem 2,5 Kilometer langen Weg in eine völlig andere Welt. Die Indigene Teresa Shiki leitet Interessierte durch den Park und bringt ihnen dabei die Vielfalt der einzigartigen Pflanzenwelt nahe. Sie erklärt die Wirkung der verschiedensten Heilpflanzen, die schon seit Generationen von den Indigenas
genutzt werden. Laut Teresa Shiki gibt es keine Krankheit, die nicht von
einer Pflanze des Urwaldes geheilt werden kann. Nach dem Rundgang können
die Besucher Medikamente erwerben, wie beispielsweise Drachenblut oder andere
Präparate, welche die Blätter einzigartiger Bäume enthalten.
Drachenblut kann äußerlich bei Skorbut oder zur Wundbehandlung
ebenso wie innerlich bei Durchfall verwendet werden. Eine weitere Attraktion des Besuches von Omaere ist eine Sammlung von Orchideen im Miniaturformat, die nur mit einer Lupe betrachtet werden können. Darüber hinaus finden sich über 300 Orchideenarten des Amazonasgebietes in Omaere. Jeder Gang durch den Park bietet dem Besucher eine große Vielzahl an Spinnentieren, Heuschrecken, Fröschen, vielfarbigen Schmetterlingen, Käfern und vielem mehr. Nach der zweistündigen Wanderung sind die meisten Besucher etwas erschöpft aufgrund des feucht–warmen Klimas, aber glücklich und zufrieden, eine solche Natur erlebt zu haben. Regenwald: Die Erdölförderung im Biosphären – Reservat Einer der Orte mit der größten Artenvielfalt weltweit befindet sich in der Gegend der Flüsse Rio Tiputini und Rio Napo im Regenwald Ecuadors, nahe der Grenze zu Peru. Der Yasuni - Park ist Heimat von 4000 bis 5000 Arten an Baumpflanzen, etwa 500 Fisch-, an die 600 Vogel- und 120 Säugetierarten. Damit ist der Yasuni - Nationalpark das Gebiet mit der größten biologischen Vielfalt Ecuadors. Um diese Vielfalt zu schützen, wurde die Gegend von der UNESCO zum Biosphären - Reservat ernannt.
Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich aber nicht auf die außergewöhnliche Artenvielfalt, sondern auf die Pläne des brasilianischen Ölkonzerns Petrobras, der im Naturreservat Yasuni seine Ölförderungsgebiete erweitern und ausbauen will. Mit dem Bau einer Straße von 35,6 km, direkt ins Yasuni – Gebiet, wurde schon begonnen. Die Straße wird noch weitgehend unberührte Regenwälder erschließen, in denen Petrobras Öl fördern will – eine Folge der so genannten „WestLB-Pipeline“, die bisher mit nur rund 50 Prozent Auslastung betrieben wird. ![]() Durch den Straßenbau werden Quichua-Gemeinden am Rio Napo und der traditionelle Lebensraum der Huaorani bedroht. Die indigenen Völker fürchten, dass durch die Straße Siedler und Wilderer in das Gebiet gelockt werden. Die Petrobras-Pläne sind nicht die einzige Bedrohung für den Yasuni-Park. In unmittelbarer Nähe westlich vom Petrobras-Ölfeld bereitet der kanadische Konzern Encana seismische Tests vor, mit denen unterirdische Ölvorräte aufgespürt werden sollen. Indigenas und Umweltschützer warnen deshalb, dass die Petrobras-Straße lediglich der Anfang einer neuen Welle von Straßenbauten durch den Yasuni sein könnte. Wenn Sie möchten, informieren Sie sich doch näher über die Pläne der Ölfirmen oder über die Arbeit des Tropenwaldnetzwerkes, das auch in Ecuador tätig ist. Hochland: Auf den Spuren der Kultur der Tsáchila Eine
grüne, pflanzenreiche Landschaft lädt zum Verweilen und Ausruhen
ein, aber auch zum Entdecken einer bisher eher unbekannten Kultur, die voller
Mythen und Legenden ist: die Kultur der Tsáchilas. In der Stadt Santo
Domingo de los Colorados, mit dem Bus etwa 3 Stunden von Quito entfernt,
lebt diese indigene Gemeinschaft. Die „Colorados“, die „Roten“, haben ihren
Namen aufgrund ihrer Haarfarbe. Diese färben sie mit einer Paste aus
roten Samen, die sie aus der Pflanze „achiote“ gewinnen und weiterverarbeiten.
Gekleidet in ihren traditionellen Gewändern arbeiten viele Mitglieder der Gemeinschaft als Naturführer für regionale und internationale Besucher und ermöglichen eine unvergessliche Erfahrung auf den Naturpfaden, die die satte Landschaft durchziehen und von denen aus man unter anderem viele kleine Vogelnester entdecken kann. Die „Colorados“ glauben, dass alle Vögel und wilden Tieren ihre eigenen, unverkennbaren Zeichen und Eigenarten haben. Beispielsweise wie der Mapichu – Vogel, der sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, da er sehr häufig zu hören ist. Wenn er singt, bedeutet das, dass Nachwuchs erwartet wird. ![]() In einer strohbedeckten Hütte wird den Besuchern ein traditionelles Ritual nahegebracht, das nach dem Glauben der Tsáchila die körpereigenen Energien erneuert. Dabei werden seit Urzeiten bekannte Kräuter, traditionelle Gesänge, schwarze Steine und einige Medizinpflanzen miteinander in Verbindung gebracht. Durch diese Verbindung, seit Jahrhunderten angewandt, wollen sich die „Colorados“ ein langes Leben und Wohlstand sichern. Weitere Einblicke in die Kultur der Tsáchilas bekommt man durch ihre Musik. Die Tänzer bewegen sich zu den mitreißenden Rhythmen der Trommeln und die Frauen tragen bunte Oberteile, glänzenden Schmuck und Haarbänder, die beim Tanzen in der Luft flattern und die die Lebensfreude der Tsáchilas ausdrücken. Wenn Sie an weiteren Informationen über die Kultur der Tsáchilas interessiert sind oder vielleicht direkt miterleben wollen, dann wenden Sie sich an uns. Wir würden uns freuen, wenn wir weiterhelfen können. Galapagos: Tourismus - Segen oder Fluch? Die Galápagos – Inseln sind schon lange kein unberührtes Paradies mehr. Tägliche Flüge verbinden den Archipel mit dem Festland und es wurden weitere Flughäfen und zahlreiche Kreuzfahrtschiffe gebaut, um dem wachsenden Touristenstrom standhalten zu können. Die Nationalpark – Vorschriften helfen zwar, den Besucherstrom zu lenken und Schäden gering zu halten, jedoch mangelt es an genügend Aufsichtspersonal. Seit 2005 arbeiten 140 Wächter im Park, im Jahr zuvor waren es noch 225.
In der Steuerung des Tourismus, aber auch in der Kontrolle der bislang ungebremsten Einwanderung vom Kontinent liegen wichtige Zukunftsaufgaben für die Verantwortlichen. Viele Festland – Ecuadorianer hoffen, auf den Inseln ein Einkommen zu finden und so leben derzeit 23.242 gemeldete Menschen auf den Inseln. Schätzungen zufolge befinden sich dort darüber hinaus noch 3500 bis 4000 nicht gemeldete Bewohner.
Als 1959 weite Teile der Inseln zum Nationalpark erklärt wurden, leitete
man Maßnahmen zur Rettung der gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt
ein. Um dies zu erreichen, arbeitet die „Charles Darwin Stiftung“, gegründet
1959 unter der Schirmherrschaft der UNESCO und ”World Conservation Union”
(IUCN), mit der ecuadorianischen Nationalparkbehörde zusammen. Das
Ziel ist der Schutz und die Bewahrung des einmaligen Ökosystems durch
wissenschaftliche Forschung und ergänzende Tätigkeiten. Sie informieren
unter anderem auch die einheimische Bevölkerung über den Sinn
und die Vorteile des Naturschutzes. Diese Frage gewinnt auch deshalb zusätzlich
an Bedeutung, seitdem das umgebende Meer zum Nationalpark gehört und
es wiederholt zu Interessenskonflikten mit Fischern kam. Man kann nur hoffen, dass die Arbeit erfolgreich verläuft und weitere Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Denn wenn weiterhin nur das „schnelle Geld“ zählt und nicht genügend für den Erhalt und Schutz des Archipels unternommen wird, ist die „Arche Noah Galápagos“ zum Sinken verurteilt. Lesen Sie mehr über die Arbeit der Charles Darwin Stiftung oder fragen Sie uns. | |
Voll in Fahrt (von Katharina Scheremet, Ravensburg) Baños liegt am Fuße des Vulkans Tungurahua und ist von Quito aus bequem in drei bis vier Stunden erreichbar. Der Ort selber zählt nicht viele Sehenswürdigkeiten auf, aber er ist einer der angenehmsten Plätze in Ecuador, um zu relaxen und sich zu erholen.
Wir kamen Freitag Nacht an und blieben für die erste Übernachtung im Hotel „Mirador de San Francisco“, direkt neben dem Busbahnhof. Am nächsten Morgen machten wir uns erst einmal auf die Suche nach einem leckeren Frühstück, und konnten uns dann gar nicht entscheiden. Es gibt so viele Cafés mit wirklich guten Frühstücksangeboten - die meisten mit frischen Früchten, Müsli und eine große Auswahl an herzhaften Varianten. Danach bezogen wir unsere neues Hostal „Isla de Baños“, wo wir auch gleich Fahrräder für den ganzen Tag ausliehen. Und nun ging es auch schon ganz sportlich los, entlang des Río Pastaza in Richtung Río Negro. Der Weg führt meist bergab und wir waren sehr froh, dass wir davor noch alle Bremsen geprüft hatten. Der erste Halt war bei einer Schlucht, die man für einen Dollar in einem an einem Seil befestigten Korb überqueren konnte. Dabei genießt man einen wunderbaren Blick über den Fluss, das Flussbett und einen Wasserfall. Danach fuhren wir weiter und kamen zum größten Wasserfall der oberen Pastaza, dem Pailón del Diablo. Es ist absolut
beeindruckend, wie dieser Wasserfall seinen Weg an dem steilen Anhang findet
und in die Tiefe stürzt. Nach etwa drei Stunden gemütlicher Fahrt
kamen wir in Río Negro an und aßen ein typisches ecuadorianisches
Mittagessen: Reis mit Fleisch. Zurück ging es mit einem freundlichen
Ecuadorianer, der uns auf der etwa 30-minütigen Fahrt die gesamte Geschichte
des Tales erzählte. Den Abend verbrachten wir in einem der Thermalbäder und danach ging die schwierige Suche nach einem geeigneten Restaurant los. Am Sonntag machten wir uns auf den Weg zum Kreuz Bellavista, von wo aus man einen wunderschönen Blick über Baños hat und auch die umliegenden Berge bewundern kann. Nach einer Pause mit frischen Wasser in der Hütte auf dem Berg, ging es wieder, vorbei an den Kühen auf dem Weg, zurück in den Ort. Am Sonntag sind sehr viele Menschen in der Stadt unterwegs und wir genossen die belebte Stimmung in der Stadt mit all den Straßenmusikanten und Menschen. Leider mussten wir uns nachmittags schon wieder auf den Weg zurück machen, das Wochenende war wie im Flug vergangen. Aber vielleicht ergibt sich irgendwann die Möglichkeit für einen weiteren Besuch in Baños. | |
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..., dass die meisten Inseln auf Galápagos mindestens zwei unterschiedliche
Namen haben – einen englischen und einen spanischen? | |
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Mit herzlichen Grüßen aus Quito, |