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NEWSLETTER MAI 2005 |
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Liebe Ecuadorfreunde,
nach einer etwas turbulenten Woche im April, die mit der Absetzung des bis dahin amtierenden Präsidenten Lucio Gutiérrez und der Ernennung des Vize-Präsidenten Dr. Alfredo Palacio zum neuen Staatschef endete, ist inzwischen in Quito und Ecuador wieder Normalität eingekehrt. In dieser Ausgabe unseres Newsletters fassen wir Ihnen die Ereignisse noch einmal zusammen. Wir möchten Ihnen aber auch das Thema „Globalisierung und Artenvielfalt“ näher bringen, denn das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und Ecuador könnte im schlimmsten Fall die Privatisierung der Biodiversität, der Ökosysteme und der Schutzgebiete mit sich bringen. Wir wünschen Ihnen ein interessante Lektüre und freuen uns wie immer über Anregungen oder Kritik! Wenn Sie sich auch für andere Andenländer interessieren, empfehlen wir Ihnen auch den Newsletter von bolivialine. Ihre Bina Kreykenbohm |
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Das unbezahlbare Wissen der Volksstämme im Amazonasgebiet Seitdem die USA Ecuador vorgeschlagen haben, ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen, ist das jahrtausend alte Wissen und die Artenvielfalt des ecuadorianischen Amazonasbecken in aller Munde. Ein heikles Thema, das jetzt zu einer Diskussion über das Management und Vermarktung der biologischen Vielfalt geführt hat.
Bislang wurden auf der Erde 1,7 Millionen unterschiedliche Arten beschrieben. Neueste Schätzungen über die Gesamtzahl der weltweit verbreiteten Arten liegen jedoch bei 13 bis 14 Millionen. Das Wissen über die Nutzbarkeit, die dieser unerschöpfliche Vorrat der Natur in sich birgt, ist noch sehr gering. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist daher nicht nur ein Anliegen des Naturschutzes: Für viele Gesellschaften stellt die nachhaltige Nutzung der Bestandteile biologischer Vielfalt einen unverzichtbaren Teil der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung dar. Im Leben der Volksstämme des Amazonas spielt das uralte Wissen eine große Rolle, da es ihr Überleben und ihre Gesundheit sichert. Ihre Lebensgrundlage besteht aus Fischen, Jagen und der Landwirtschaft. So konnten die traditionellen Bewohner der tropischen Urwälder abgeschottet leben, ohne westliche Einflüsse. Sie haben gelernt, in Frieden und Harmonie mit der Natur zu leben, wobei sie nur das nehmen, was sie auch wirklich brauchen. Ein indianisches Sprichwort sagt: "Der Amazonas wird niemals von Menschen beherrschbar sein. Er wird von vier Brüdern regiert: dem Wald, dem Fluss, dem Regen und der Erde. Wenn einer dieser Brüder stirbt, werden alle sterben, und der Amazonas stirbt ebenso." Sie h aben den Regenwald zu ihrem Verbündeten gemacht, um von ihm, mit ihm und in ihm zu leben. Mit der Reduzierung ihres Lebensraumes sterben die Menschen selbst - physisch und kulturell. Mit ihnen stirbt ihr Wissen - das Wissen der Wächter der Erde – und Kenntnisse, die dringend gebraucht werden für die Erhaltung (bzw. Wiederherstellung) eines globalen Gleichgewichts.
Von Generation zu Generation hat auch der Stamm der Huaoranis sein Wissen weitergegeben, um die Traditionen zu bewahren. Unglücklicherweise sind mittlerweile auch die Huaoranis, ebenso wie viele andere, mit der Konsumwelt in Kontakt gekommen. Der Gemeinschaft der Huaorani wurde vor kurzem ein Abkommen mit Genesis Ecosystems angeboten. Genesis Ecosystems ist ein Unternehmen in den USA, das sich für die Herstellung von Medikamenten interessiert, die auf dem alten Wissen der Ureinwohner basieren. Sie boten den Huaorani als Gegenleistung für das Wissen technische und finanzielle Hilfe in Höhe von US$ 1 Million und Unterstützung bei der Verwaltung des Gebietes an. Zum Glück kam es jedoch nicht zum Vertragsabschluss, da ein solcher Vertrag nicht rechtsmäßig wäre. Es handelt sich in der Region der Huaorani um geschütztes Gebiet, das nur von dem Stamm selber verwaltet werden kann. Die Huaorani entwickeln nun eigene Projekte, bei denen keine ausländische Organisation oder Firma involviert ist. Es gibt zwar viele Organisationen, die helfen möchten, die Identität der Huaorani zu bewahren, letzten Endes ist es aber eine Sache der Huaorani selbst, sich zu behaupten und ihre Kultur mit dem jahrtausend altem Wissen zu schützen.
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Nicht durch die Blume gesagt! Schnittblumen –Teil 5 unserer Serie über die Exportprodukte Ecuadors Ein überaus wichtiger Wirtschaftszweig Ecuadors ist der Blumensektor. Allerdings ist dieser auch mit einigen Risiken behaftet und daher in manchen Erntejahren ein wenig vorhersehbares Geschäft. Als drittgrößter Blumenexporteur weltweit erreicht Ecuador einen jährlichen Umsatz von rund 211 Millionen US-Dollar mit einer Beschäftigungszahl von etwa 500.000 Arbeitnehmern. Auf über 3000 Hektar werden in etwa 300 Betrieben Schnittblumen vornehmlich für den Export produziert. Rosen, Tulpen, Schleierkraut und Nelken machen den überwiegenden Teil der ecuadorianischen Exportblüten aus. Hauptabnehmer sind mit 79% die USA, danach folgen die Europäische Union, Russland und Asien.
Die hervorragenden Bedingungen Ecuadors wie die ganzjährige Sonneneinstrahlung sowie die optimale geographische Lage machen die Blumenindustrie zu einer sehr wichtigen Deviseneinnahme für das Land. Das bunte Blumenmeer an ecuadorianischer Blütenpracht variiert durch seine außergewöhnlichen Farben und Größen. Damit setzt es sich auf Grund seiner hohen Qualität von konkurrierenden Mitbewerbern vor allem aus Lateinamerika und Afrika ab. Besonders hoch ist die weltweite Nachfrage an Festtagen wie Mutter- oder Valentinstag, die sichere Exporte und somit Gewinne garantieren. Ganzjährige Nachfrageschwankungen und externe Faktoren wie ein Zuviel an Hitze oder Kälte stellen allerdings schwer kalkulierbare Risikofaktoren für die Blumenbranche dar. Dazu kommen steigende Transportkosten, fehlende Kredite seitens der Banken und soziale Probleme. Hilfeleistungen
der Regierung in Form von Zollbegünstigungen, Transportsubventionen
oder Kreditgewährungen bleiben bislang in den meisten Fällen aus,
was einen Wettbewerbsverlust für Ecuador verursacht. Infolgedessen initiierte der ecuadorianische Verband für Blumenzucht und -export EXPOFLORES ein Programm zur Qualitätssicherung, welches Umweltschutz, die Verbesserung von Lebenskonditionen und Ausbildung, Gesundheit der Arbeitskräfte, Kostensenkung sowie Produktivitätssteigerung vorsieht. Etwa 30 Schnittblumenplantagen sind an dem Programm beteiligt, um der ecuadorianischen Blume weltweit eine besondere Stellung als Markenzeichen zu verleihen. Auch internationale Organisationen machen sich mittlerweile stark für die Sicherung von Sozial- und Umweltstandards in Ecuador. Mit dem Gütesiegel FLP (Flower Label Programm) sollen auf dem weltweiten Blumenmarkt schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Löhne sowie Gesundheitsrisiken durch den Einsatz von Chemikalien verringert werden. Unterstützen können Sie die FLP- Kampagne, indem Sie beim Kauf von Schnittblumen auf das Gütesiegel FLP achten und damit menschenwürdigere Arbeitsbedingungen auch hier in Ecuador ermöglichen. Lesen Sie mehr darüber hier sowie über das Public Private Partnership Projekt FLP. Sollten Sie auch Blumen sprechen lassen wollen, so tun Sie das doch am besten vor Ort und kommen Sie zu uns nach Ecuador. Gern helfen wir Ihnen bei Ihrer Reiseorganisation und beantworten Ihnen auch sonstige Fragen jederzeit. Ruhe nach dem Sturm in Ecuador Nach einer turbulenten Woche in der Hautstadt Quito und der Absetzung des ehemaligen Präsidenten Lucio Gutiérrez am 20. April ist nun wieder Ruhe in Ecuador eingekehrt. Alfredo Palacio, der neue Präsident des Landes, ernannte unterdessen neue Minister für das Kabinett und versprach außerdem die Umsetzung grundlegender Reformen.
Gründe für die Amtsenthebung des ehemaligen Präsidenten durch das Parlament waren Amtsvernachlässigung, Unterdrückung von Demonstrationen sowie Verletzung der Verfassung. Im Kern lehnte sich die Bevölkerung jedoch gegen jahrzehntelange Vetternwirtschaft, Korruption und die daraus resultierende Armut auf. Gutiérrez befindet sich nun in Brasilien, wo ihm die dortige Regierung politisches Asyl gewährte. Ausgelöst wurde die Staatskrise im Dezember des letzten Jahres auf Grund der Auflösung des Obersten Gerichtshofes durch das damals noch von der Regierungsmehrheit unter Gutiérrez beherrschten Parlamentes. Die anschließende Neubesetzung des Obersten Gerichtshofes erfolgte allerdings ohne jegliches demokratisches Wahlverfahren, weswegen der Kongress im April beschloss, einen Großteil der Richter erneut abzusetzen. Jedoch ist solcher Einsatz neuer Richter wie es der Kongresses zunächst vorsah verfassungswidrig und sorgte deshalb für Aufruhr im ganzen Land. Friedliche Demonstrationen und Hupkonzerte waren die Antwort auf die chaotischen Verhältnissen in der Justiz sowie auf die politischen Entwicklungen der letzten Monate und resultierten schließlich in der Absetzung Gutiérrez. Der Machtwechsel galt als ein wichtiger Triumph für das Volk, das nun wieder sein Vertrauen in den Staat und allen voran in die Politiker sowie Parteien finden muss. Auf die Forderung tausender Demonstranten, ein Referendum über das Freihandelskommen mit den USA durchzuführen, ging Alfredo Palacio bereits ein. Auch die Militärführung sagte dem neuen Präsidenten unterdessen ihre Unterstützung zu und forderte die Bevölkerung zu Ruhe auf. Diese forderte indes, den ehemaligen Präsidenten Gutiérrez vor Gericht zu stellen und damit zur Rechenschaft zu ziehen. Des weiteren könnte die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung schon bald folgen, um die Stabilität in Ecuador weiter zu festigen. Anhaltender Diskussionsstoff und Ziel weiterer Bestrebungen sind dabei mehr Demokratie und Gerechtigkeit, damit dieses so vielfältige und interessante Land in jeglicher Hinsicht weiter nach vorne gebracht werden kann. Taxis in Guayaquil werden modernisiert Nach einer neuen Verordnung dürfen Taxis, die über 30 Jahre im Dienst sind, nicht mehr auf den Straßen von Guayaquil unterwegs sein. Damit soll die Verkehrssicherheit in und um Guayaquil verbessern, wo täglich über 8 000 Taxis im Einsatz sind. Aufgrund dieser Verordnung werden wohl an die 500 Taxis aus dem Verkehr gezogen werden. Jedoch sind schon mehr als 50% der vorhandenen Taxis gut ausgerüstete Neuwagen.
Die Umsetzung der neuen Verordnung beginnt am 2. Mai und mit ihr soll auch das Aussehen der Wagen vereinheitlicht werden, so dass jedes Taxi schon von weitem an seiner gelben Lackierung erkennbar ist. Des weiteren ist der Fahrer verpflichtet seinen Wagen registrieren zu lassen. Die wirklich große Veränderung für die Fahrer ist jedoch der Einbau und auch die Benützung eines Taximeters, bei dem man die unterschiedlichen Tag- und Nachttarife einstellen kann. Bisher ist es in Guayaquil nicht üblich, mit Taximeter zu fahren und man muss den Preis vor Fahrtantritt aushandeln. In Quito dagegen fand diese Vereinheitlichung und auch die Pflicht des Taximeters schon vor einigen Jahren statt. | |||
Auf den Spuren der Huaorani - Indianer Im
Amazonasgebiet Ecuadors finden wir bis heute Indianerstämme, die sich
ihr traditionelles Leben teilweise erhalten konnten. Der wohl bekannteste
von ihnen ist der Stamm der Huaorani, der seit Jahrtausenden am Oberwasser
des Regenwaldes lebt. Doch natürlich ist der Einfluss moderner Entwicklungen
auch hier zu spüren. Die größte Gefahr für die Region
geht hierbei von US-amerikanischen Ölfirmen aus, die seit Jahrzehnten
in großem Umfang am Ölabbau interessiert sind. Unser Partner Tropic - Journeys in nature hat in enger Zusammenarbeit mit der Indianerkommune ein Programm für Sie zusammengestellt, das es ermöglicht, die faszinierende Kultur der Huaorani kennenzulernen ohne ihren Erhalt dabei zu gefährden. Vielmehr unterstützen Sie durch Ihren Besuch den bedrohten Stamm und seine kulturelle Identität im Kampf gegen die Ausbeutung dieser so einmaligen Naturlandschaft. Verbringen Sie 6 Tage / 5 Nächte in unmittelbarer Nähe der Huaorani – Gemeinschaft am Fluss Shiripuno und lernen Sie mehr über das Leben im Regenwald, traditionelle Indianerkunst, medizinische Heilkunde, Flora und Fauna sowie über die soziale Situation der Gemeinde, die sich sehr auf Ihren Besuch freut! Hoch hinaus – Der Inkaweg mit Gray Line Ecuador Möchten
Sie gern die wundersamen Geheimnisse der Andenkultur aus längst vergangener
Zeit entdecken? Der Inkaweg lädt Sie hierzu ein, nutzen Sie dabei das
neue Spezialprogramm, das Gray Line Ecuador für Sie vorbereitet hat.
Auf einem 2-Tagesausflug ab Cuenca lernen Sie die beeindruckendsten Inkaruinen
Ecuadors kennen: die Ingapirca-Ruinen. Mehr Informationen hierzu finden
Sie in unserem Special Gray Line. Bitte kontaktieren Sie uns gern jederzeit, wir freuen uns darauf, Ihnen weitere Informationen geben zu können und Ihnen bei Ihrer Reiseorganisation behilflich zu sein!
Herzlich willkommen an Bord heißt Sie die Tip Top III auf ihrem Weg
zu den Galápagos- Inseln. Genießen Sie 8 Tage / 7 Nächte
oder 5 Tage / 4 Nächte Kreuzfahrten auf dem First Class Schiff. Hier
erfahren Sie mehr über die Artenvielfalt der Inseln, unter anderem
sind bei den Anlegestellen auch Baltra, Darwin Bay und James Bay dabei.
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Hochland: Chasquis - Boten unterwegs auf dem Capac ñan Der Hauptweg der Anden, der Capac ñan, verbindet mit seiner Länge von 23.000 Kilometern die verschiedenen Länder, die im früheren Inkareich lagen. Das Imperium war riesig, es reichte damals vom Norden Ecuadors bis nach Santiago, Chile. Wie war es möglich über eine solch große Distanz zu regieren? Die Lösung dafür waren die Chasquis (Boten), die Nachrichten entlang des Capac ñans weitergaben. Der Name Chasqui bedeutet auf quechua „tauschen“, „übergeben“. So funktionierte dann auch das Kommunikationssystem der Chasquis: wie in einem Staffellauf die Nachricht von Einem zum Anderen zu übermitteln. Die Kommunikationswege waren gut organisiert, eine Nachricht von Quito nach Cuzco, also eine Entfernung von circa 2000 Kilometern, schafften die Chasquis in 5 Tagen. Eine unglaubliche Leistung! Ohne dieses perfekt ausgebaute System hätte das Inkareich sicherlich nicht so lange überlebt.
Die Straßen spielten dabei eine grundlegende Rolle. Es gab sieben Hauptwege und unzählbar viele kleine Teilstrecken. Die großen Straß en führten zum Beispiel zur Küste im Süden, in den Dschungel oder in die Anden. Im Laufe der Jahre sind jedoch die meisten Wege überwuchert und kaum mehr auffindbar. Einige wurden als Basis für moderne Straßen genutzt und andere haben sich in seit Jahrhunderten nicht verändert.
Diese Strecken werden nun wiederentdeckt und sollen für touristische Zwecke genutzt werden - wie der Jakobsweg in Europa, der durch Frankreich, Spanien und Portugal führt. Seit 2003 interessiert sich auch die UNESCO für den Capac ñan. In diesen Tagen fand in Quito eine Tagung mit Archäologen, Anthropologen und Historikern aus Kolumbien, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Ecuador statt, die über die Bewerbung des Inkawegs als Weltkulturerbe beraten. Denn der Inkaweg ist ein Projekt der Anden, nicht nur der Inkas. Ein Ziel ist die Identifikation der verschiedenen Ethnologien mit ihrer Geschichte vor den spanischen Eroberern. Das Hauptziel jedoch ist, den einzigartigen historischen, kulturellen und biologischen Wert des Weges zu bewahren und zu schützen.
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Ein Wochenende in Riobamba (aufgezeichnet von Hannah Schneckenburger, Ulm) Riobamba - die Hauptstadt der Provinz Chimborazo - ist 4 Stunden von Quito entfernt und somit das ideale Ausflugsziel für ein Wochenende.
Riobamba liegt auf 2750 m Höhe und hat etwa 120 000 Einwohner. Da die Stadt das Zentrum einer bäuerlichen Region ist, sieht man am Wochenende sehr viele Hochlandindianer aus den umliegenden Dörfern, die Sachen auf dem samstäglichen Markt kaufen und verkaufen. Riobamba ist vom Tourismus noch nicht so entdeckt wie zum Beispiel Otavalo, und so war die Stimmung sehr authentisch. Der Zug von Riobamba nach Alausi fährt jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag um 7 Uhr ab, aber schon um 6 Uhr kommen die ersten Touristen, um sich die begehrten Plätze auf dem Zugdach zu sichern. Während der ersten Stunde ist das Fahren auf dem Dach recht ungewohnt, und bei jedem heftigeren Rüttelnd des Zuges musste ich mich erst einmal am Geländer festhalten. Leider hatten wir nicht daran gedacht, dass es morgens noch recht frisch sein kann, und so froren wir die ersten Stunden. Aber das unbequeme Sitzen, die Kälte, all das lohnt sich auf jeden Fall. Die Landschaft ist so beeindruckend, dass man die ganze Zeit staunend dasitzt und die 7 Stunden Fahrt nur mit Schauen beschäftigt ist. Nach etwa 3 Stunden erreichten wir den kleinen Ort Guamote, wo man frische Empanadas, mit Käse oder Banane gefüllt, kaufen kann. Absolut empfehlenswert! Danach ging es weiter, vorbei an kleinen Dörfern, Kinder, die an der Zugstrecke standen und winkten und Indigenas, die auf ihren kleinen Feldern arbeiteten.
Um 11 Uhr erreichten wir Alausi, ein Städtchen in 2356 m Höhe, wo weitere Fahrgäste zustiegen, um die beeindruckende Fahrt zu „Teufelsnase“ zu erleben. Hierfür muss der Zug einen Höhenunterschied von 500m innerhalb von 2km überwinden. Dies lässt sich nur bewältigen, in dem der Zug Zickzack fährt und immer wieder rangiert. Die Strecke führt teilweise durch enge Schluchten und dann wieder am Hang entlang, wo es direkt daneben endlos in die Tiefe geht. Die „Teufelsnase“, eine Felsformation, fand ich nicht ganz so überwältigend wie es immer beschrieben wird, aber alle anderen fotografierten wie wild während der 15-minütigen Pause. Danach ging es die steile Strecke zurück nach oben und gegen 13 Uhr waren wir wieder in Alausi. Die Stadt ist sehr gemütlich und übersichtlich. Besonders gefallen hat mir die Markthalle mit den vielen verschiedenen Obst- und Gemüsessorten. Das Wochenende in Riobamba war sehr aufregend, und wir haben viele tolle Sachen gesehen. Die Anden auf dem Zugdach sitzend zu erleben ist ein aufregendes Erlebnis. Natürlich ist es eine große Touristenattraktion, und die Fahrkarte ist mit USD 11 recht teuer, aber es lohnt sich auf jeden Fall, und ich würde es jederzeit wieder machen. | |||
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...dass die Gemeinschaft der Huaorani aus 2.291 Bewohnern besteht, die sich
auf 1,7 Millionen Hektar in den Provinzen Orellana, Napo und Pastaza verteilen?
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gerne zur Verfügung. | |||
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Mit herzlichen Grüßen aus Quito, |