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NEWS - ARCHIV

Hier finden Sie die Wochennews der vergangenen Monate.

Aktuelle News - Archiv 2007 - Archiv 2006

2006: Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - Oktober - November - Dezember

OKTOBER 2006

News vom 16.10.2006:
Die drei Großen aus Spanien

Miro Ausstellung Die Universidad Católica in Quito hat, pünktlich zum 60jährigen Jubiläum, hohen Besuch aus Spanien: Seit dem 16.September beherbergt das Kulturzentrum der Universität auf 3 Stockwerken insgesamt 339 Werke von Francisco de Goya, Pablo Picasso und Joan Miró. Die Ausstellung „Tres grandes de España“, von der privaten Metropolitan-Stiftung aus Mailand, Italien, ausgeliehen, ist eine der vollständigsten der Welt – und die größte internationale Sammlung, die jemals den Weg nach Ecuador gefunden hat. Bis zum 15. Dezember 2006 sind die Lithographien, Stiche, Skulpturen und Keramiken aus den unterschiedlichen Schaffensperioden der bedeutenden spanischen Künstler in Quito zu sehen. Das Kulturzentrum stellt unter anderem alle 80 Stiche der gesellschaftskritischen Serie „Los Caprichos“ von Goya aus, außerdem Picassos 66 Radierungen der „La Celestina“, und 26 Farblithographien, die Mirós symbolträchtige „Ubu Roi“ bilden.
„Tres grandes de España“ ist Mo-Fr, 9-19 Uhr, und Sa, So und Feiertags, 10-17 Uhr geöffnet.

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News vom16.10.2006:
Wahlergebnis erste Runde

Alvaro Noboa Wie erwartet hat Rafael Correa (Alianza País) den zweiten Wahlgang, der am 26.November stattfinden wird, erreicht. Der Überraschungskandidat des ersten Urnenganges am 15.Oktober aber ist der Multi-Millionär Alvaro Noboa (PRIAN), der einen beeindruckenden Endspurt im Wahlgang hinlegte. Der Erfolg seiner Kampagne beruht vor allem auf dem Versprechen von Mikrokrediten und günstigen Häusern, aber auch auf seiner vielkritisierten christlichen Selbstdarstellung mit Gemeinschaftsbeten und Berufen auf Gott.
Wieder einmal war der Wahlkampf bestimmt vom Populismus und wieder einmal glaubten die Wähler den haltlosen Versprechen der Kandidaten. Dies belegt vor allem der überraschende dritte Platz von Gilmar Gutierrez – er ist der Bruder des 2004 aus dem Präsidentenamt getriebenen Oberst Lucio Gutierrez.

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News vom 20.10.2006:
Erneuter Erdölaustritt bei Petroproducción

Cuyabeno Reservat Nach der großen Ölkatastrophe im Cuyabeno-Reservat im August gelangte nun erneut eine große Menge Öl ins empfindliche Ökosystem des ecuadorianischen Amazonasbeckens: Am Mittwoch, 17.10.06, platzte eine Ölpipeline des staatlichen Erdölunternehmens Petroproducción. 600 Barrel Rohöl ergossen sich in den Río Tiputini, der die Hauptader des Naturreservates Yasuní darstellt. Inzwischen meldet das ecuadorianische Unternehmen, dass die Situation unter Kontrolle gebracht wurde: 500 Barrel seien bis jetzt aufgefangen worden und alle Zuläufe des Tiputini würden abgeschirmt. Die Leitung des Nationalparks Yasuní jedoch fürchtet eine nachhaltige Verschmutzung des Gebietes.

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News vom 25.10.2006:
Neue Kampagne gegen Sextourismus in Ecuador

Sextourismus Aufgrund Diese Woche hat das ecuadorianische Tourismusministerium – mit Hilfe der UNICEF - eine Kampagne gegen Sextourismus und die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet. Das Hauptziel dieser 60.000 USD teuren Aktion besteht vor allem darin, das nationale Bewusstsein für die Thematik zu wecken. Außerdem sollen Reisende mit entsprechenden Absichten über das Strafmaß aufgeklärt und damit abgeschreckt werden. Auch will man der internationalen Gemeinschaft zeigen, dass Ecuador ein Land ist, dass sich um seine Einwohner – und vor allem die Kinder – sorgt.
Auf den internationalen Flughäfen in Quito und Guayaquil werden großflächige Plakate aufgestellt und, dank der Zusammenarbeit mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten, auch an allen Bundesstraßen. 7.500 weitere Plakate werden in Tourismusagenturen und an Reisezielen angebracht. Mittels entsprechender Internetseiten (www.infanciaprotegida.com) und der Verteilung von Infobroschüren über das Thema in Hotels, Restaurants und den Einwandererbehörden sollen alle Touristen auf die Situation in Ecuador aufmerksam gemacht werden.
Gleichzeitig ist auch eine Studie in Auftrag gegeben worden, um die tatsächlichen aktuellen Zahlen des Sextourismus in Ecuador zu erfahren – bisher sind zwar nur Einzelfälle bekannt, aber es soll verhindert werden, dass bald ähnliche Zustände herrschen wie in Brasilien und Costa Rica.

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NOVEMBER 2006

News vom 01.11.2007:
El voto con los pies – Lateinamerika verliert Arbeitskräfte

Migranten Das 58 Menschen verlassen pro Stunde ihre Heimat in Lateinamerika – so die aktuellen Zahlen von Unicef. Etwa 30 Millionen lateinamerikanische Auswanderer sind es bisher, die der Armut oder politischen Zuständen zu entkommen suchten. In Spanien, einem der vorrangigen Zielländer der hispanoamerikanischen Migranten, kommen beispielsweise 36% der registrierten Einwanderer aus Ecuador und Kolumbien. Sie sind vor allem in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und als Hausangestellte gefragte Arbeitskräfte, jedoch profitieren sie selten von den herrschenden Arbeitsrechten: Eine 7-Tage-Woche und unterdurchschnittliche Löhne sind, unter anderem, an der Tagesordnung. Der 16. Iberoamerika-Gipfel, der vom 3. bis 5. November 2006 in Montevideo, Uruguay, stattfindet, widmet sich dieser schwierigen Thematik der „Massenflucht“ aus Lateinamerika.

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News vom 09.11.2006:
Ernährung als tägliche Herausforderung

Strassenkinder In Ecuador gilt als arm, wer mit einer vierköpfigen Familie weniger als 251 US-Dollar im Monat verdient. Existenzbedrohend arm sind diejenigen Familien, die noch nicht einmal 125 US-Dollar zur Verfügung haben. Nach den neuesten Zahlen des Instituto Nacional de Estadísticas y Censos (INEC) sind vier von zehn Ecuadorianer arm oder sogar sehr arm: 5 Millionen Menschen, oder 38,5% der Bevölkerung, können sich nicht einmal den bescheidenen „Warenkorb“ der Grundbedürfnisse leisten. Und für 1/5 derjenigen ist schon die tägliche Ernährung ein schwer zu bewältigendes Problem. Die größte Armut – 64,2% - findet sich in ländlichen Gebieten, was nach wie vor zu starker Landflucht führt. Trotz dieser erschreckenden Zahlen ist der relative Anteil an Armen in der Bevölkerung laut INEC seit 2004 stark rückläufig.

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News vom 17.11.2006:
Ausreisen wird teurer

Quito Flughafen Die Finanzierung des neuen Flughafens in Quito – ein Projekt, das bereits im Jahr 2002 beschlossen wurde – findet eine neue Stütze: Ab dem 10.Dezember 2006 wird die Flughafensteuer bei der Ausreise auf 37.93 US-Dollar erhöht. Dies ist bereits die zweite Anhebung seit 2002, und eine dritte soll 2008 folgen: Die Ausreise soll dann 42,56 US-Dollar kosten, was einer Erhöhung von insgesamt 170% entspricht. Dieses Steuerniveau jedoch, so Paco Moncayo, der Bürgermeister Quitos, wird für die nächsten 30 Jahre ausschließlich der Inflation angepasst werden. Ein US-Dollar einer jeden Steuerzahlung fließt in die Promotion Quitos als touristisches Reiseziel.

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News vom 24.11.2006:
Quitos Gründungsfeierlichkeiten

Fest in Quio Am gestrigen Donnerstag fand mit viel Pomp und Glimmer der Auftakt zu den Fiestas de Quito, anlässlich des 472. Gründungsjahres der Hauptstadt durch die spanischen Kolonialherren, statt: Die Wahl der „Reina de Quito“, der Königin der Stadt, die einige soziale Projekte betreuen wird. Aus 12 Kandidatinnen wurde die 21jährige María Valentina Mera gekrönt, während vier Mitbewerberinnen ihren „ehrenhaften Hofstaat“ bilden.
Einen Gegenpol zu den Fiestas zur spanischen Stadtgründung bildet das Festival Quitu Raymi, vom 27.November bis 3.Dezember. Quitu Raymi wird in Erinnerung an die bewegte Geschichte Quitos vor der spanischen Neugründung 1534 gefeiert. Insbesondere soll an den Widerstand des Inka-Generals Rumiñahui, der die Stadt vor Ankunft der Spanier verbrennen ließ, erinnert werden. Hierzu finden, neben vielerlei Konzerte aller Musikrichtungen, eine Kunsthandwerksmesse der unterschiedlichen ecuadorianischen Kulturen und Besuche der historisch bedeutsamen Ruinen Rumipamba statt. Zu verschiedenen Diskussionsforen werden auch Gesandte aus den benachbarten Andenländern erwartet.

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News vom 28.11.2006:
Correa - Sieg im Endspurt

Sieg Correa Alvaro Noboa (41,3% der Stimmen – bei 85% ausgezählter Stimmen) hat auch bei seiner dritten Kandidatur nicht die Präsidentschaft erlangt, obwohl vieles Anfangs danach aussah. Er lag in den Umfragen weit vorne, verlor jedoch – ohne neue Ideen – im Verlauf des Wahlkampfes immer mehr an Unterstützung. Soviel, dass Rafael Correa (58,7%) an ihm vorbeiziehen konnte und einen letztendlich doch sicheren Wahlsieg für sich verbuchen konnte.
Nach seinem Sieg sprach Correa nicht mehr von den Häusern für die Armen und der Erhöhung der Sozialhilfe, sondern wieder von den politischen Reformen, die den Beginn seines Wahlkampfes gekennzeichnet hatten. Grundlegend ist ein Referendum, dass er mittels Dekret bereits am Tag seines Amtsantrittes, dem 15. Januar 2007, durchsetzen will, um dadurch eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen, die tiefgreifende politische Reformen bringen soll. Einzig „chavistischer“ Einschlag in seinem bisherigen politischen Vorhaben ist die Idee einer Lateinamerikanischen Nationengemeinschaft.

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DEZEMBER 2006

News vom 01.12.2007:
Museum über die Welt der Indios

MuseumObwohl die vielfältigen Kulturen Ecuadors können von nun an in einem neuen Museum in Quito bewundert werden: Im Museo Etnohistórico de artesanías del Ecuador. Mit finanzieller Unterstützung der Stadtverwaltung und der belgischen Botschaft stellt die 1991 gegründete Stiftung Sinchi Sacha in der Mariscal die verschiedensten Kulturobjekte und Kunsthandwerk aus den Regionen des Landes aus. Die Kulturen des Amazonasbeckens sind mit über 700 Ausstellungsstücken am stärksten vertreten. Auch über die Geschichte der Ethnien sowie ihre spirituellen Weltsichten und Rituale können die Besucher mit interaktiven Elementen und authentischer Führung viel erfahren.

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News vom 12.12.2006:
Neueröffnung nach 30 Jahren - Hotel Majestic

Hotel Majestic Diesen Monat noch wird das traditionelle Hotel Majestic in Quito erstmals seit 30 Jahren die Türen wieder seinen Gästen öffnen. In den Vergangenen Jahren funktionierten in dem Gebäude unterschiedliche öffentliche Ämter und Immobilienfirmen.
Erstmals wurde das Hotel am 19. März 1943 eröffnet und war damals eines der luxuriösesten der Hauptstadt. Die ursprüngliche Architektur wurde bei den Renovierungsarbeiten beibehalten.
Das Gebäude befindet sich direkt gegenüber des Präsidentenpalastes weshalb die beiden Präsidentensuiten wohl vor allem für zukünftige Staatsgäste vorgesehen sind.
Das „boutique“ Hotel– ein kleines 5* Hotel – wird auch nach Neueröffnung in seinem Gourmet- Restaurant „Bella Època“ seine traditionellen Cebiches (Meeresfrüchte Kaltschale) und Käseteigtaschen mit Honig anbieten, die ihm einst schon kulinarische Berühmtheit brachten.

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News vom 19.12.2006:
Schildkrötenkolonie auf Galápagos gewachsen

Schildkroeten Die Riesenschildkrötenkolonie auf Galápagos ist auf 20.000 Exemplare gewachsen. Dies ist das Ergebnis der letzten Zählung des Nationalparks in Zusammenarbeit mit der Charles Darwin Station. Seit den 90er Jahren werden die Riesenschildkröten – eine Ikone der Galápagos Inseln – wieder aus den Aufzuchtsstationen in Freiheit gesetzt.
Bei der Zählung der Schildkröten wurden auch Ihre Nistplätze besser geschützt und Eier eingesammelt, um diese zu den Aufzuchtsstationen zu bringen.
Für den Erfolg der Wiederaufzucht war unter anderem auch die Eliminierung der Ziegen und anderer eingeführter Spezies auf den Inseln notwendig. Ein härteres Vorgehen gegen Ratten steht noch aus, denn diese bedrohen weiterhin den Schildkrötenbestand.
Die neuen Zahlen zeigen eine erhebliche Verbesserung des Schildkrötenbestandes, gemessen am Stand vor 40 Jahren. Vor allem im Norden der Insel Isabella ist die Zahl der Schildkröten deutlich angestiegen, dort gibt es inzwischen ca. 15.000 Exemplare. Im Süden der Insel ist jedoch weiterhin Verbesserung notwendig.

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News vom 22.12.2006:
Die Villancicos haben heidnischen Ursprung

Villancicos Als die Missionare im 5. Jahrhundert begannen Lieder zu nutzten, um die Bürger Europas zu erreichen, gab es noch keine Villancicos (Spanische Weihnachtslieder). Diese entstammen den Liebesgedichten des spanischen Hofes aus dem 15. Jhd., welche die einfachen Bürger (sp. villano) rezitierten. Die Villancicos sind Lieder mit einfachen Harmonien und Melodien und sich wiederholenden Versen.
Ein Jahrhundert später begann die Kirche aus Missionszwecken die Texte amourösen Inhalts durch solche mit liturgischer Botschaft zu ersetzen. Die Spanier brachten diese neuen Versionen dann nach Amerika, wo die Gesänge nun in allen Teilen des Kontinents zu finden sind. Seitdem werden die meisten Weihnachtslieder vor Ort komponiert und bilden, mit ihrem lokalem Teint einen wichtigen Bestandteil der lateinamerikanischen Weihnachtszeit.

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