NEWS - ARCHIV
Hier finden Sie die Wochennews der vergangenen Monate.
Aktuelle News -
Archiv 2007 - Archiv 2006
2006:
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November - Dezember
News vom 03.07.2006:
Interregionales Seminar “Ethik im Tourismus”
in Quito
Quito war letzte Woche Schauplatz des ersten interregionalen Seminars
über „Ethik im Tourismus“. Das Arbeitstreffen wurde
von der Welttourismusorganisation (World Tourism Organisation -
UNWTO), einer Unterorganisation der UNO, im Rahmen ihrer 78. Vorstandssitzung
durchgeführt, für welche das Mitglied Ecuador dieses Jahr
als Gastgeber fungierte.
Der Zweck dieses auf Nord- und Südamerika beschränkten
Seminars war es, die Umsetzung der von der UNWTO herausgegebenen
„globalen Richtlinien für Ethik im Tourismus“ für
die Region zu bewerten und Maßnahmen zu entwickeln, wie private
und öffentliche Einrichtungen zu deren Einhaltung ermuntert
werden können. Die UNWTO sieht im nachhaltigen Tourismus großes
Potential zur Erreichung globaler Armutsreduzierung, welches eines
der „Milleniums-Entwicklungsziele“ (Millenium Development
Goals) der UNO ist.
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News vom07.07.2006:
Kreuzfahrtschiffe verletzen Naturschutzgesetze
auf Galápagos
Da die beliebten Galápagos-Inseln Nationalparkgebiet sind,
gilt für jegliche Art von Tourismus auf dem Archipel das Gesetz
“Reglamento Especial de Turismo en Areas Naturales Protegidas
(Retanp), zu Deutsch etwa „Sonderregelungen für den Tourismus
in Naturschutzgebieten“. Es besagt, dass beispielsweise der
Gebrauch von Wasserski und Jetski, von Luftverkehr sowie jegliche
Arten von Fischen verboten sind.
Obwohl unter dieses Gesetz auch Unterwasserboote fallen, wurde am
Mittwoch vergangener Woche das Kreuzfahrtschiff „Constellation“,
mit 50 Passagieren ein Schiff mittlerer Größe, angehalten:
Es wird verdächtigt, in seinem Angebot auch ein U-Boot zur
Beobachtung der Unterwasserwelt verwendet zu haben. Ebenso soll
der Einsatz eines Helikopters geplant gewesen sein. Untersucht wird
der Fall nun von der Autoridad Marítima, der Polizei und
dem Nationalpark Galápagos. Während der Untersuchungen
bleiben die Matrosen und die Schiffe, die von der Constellation
angestellt waren, um in den geschützten Gewässern Unterwassertourismus
anbieten zu können, auf San Cristobal (Galápagos) festgenommen.
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News vom 15.07.2006:
Schwerer Ausbruch des Vulkans Tungurahua
Gestern Nachmittag, gegen 17h10 Ortszeit (24h10 MEZ), ist der immer
wieder aktive Vulkan Tungurahua bei Baños in eine Phase erhöhter
Aktivität getreten. Seit 1999 und vermehrt in den letzten Monaten
kam es zwar wiederholt zu Asche- und Gaswolkenausstößen,
aber dies ist der schwerste Ausbruch der letzten 7 Jahre mit dem
Ausstoß pyroklastischen Materials. Die Aschewolke soll bis
zu 6 km Höhe erreicht haben. In der Nacht gab es vier pyroklastische
Ströme, von denen einer die Strasse zwischen Baños und
Riobamba erreicht haben soll. Laut Aussage des Direktors des Geophysischen
Institutes, Hugo Yépez, kann man zur Zeit noch nicht abschätzen,
wie sich die Situation, die von ihm als „kritisch“ bezeichnet
wird, in den nächsten Stunden und Tagen entwickelt.
Der Touristenort Baños, am Fuße des Tungurahua, wurde
bislang noch nicht evakuiert, nur die Bewohner einiger weniger kleinerer
Gemeinden an der westlichen Flanke des Vulkans haben ihre Häuser
verlassen.
Ascheregen ging auf über 30 Ortschaften in der unmittelbaren
Nähe des Tungurahua nieder und könnte sogar die 300 km
entfernte Hafenmetropole Guayaquil erreichen.
Die Verbindungsstrasse von Ambato nach Baños wurde aufgrund
einer möglichen Evakuierung gesperrt.
In der Umgebung des 5.029 m hohen Vulkanes, der sich 135 km südlich
der Hauptstadt Quito befindet, leben 25.000 Menschen.
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News vom 17.07.2006:
Fest der Geschmäcke in Guayaquil
Aufgrund ihres Charakters als internationale Hafenstadt hat sich
in Guayaquil über die Jahrhunderte eine bunte Mischung an Restaurants
und Gastbetrieben niedergelassen, die Spezialitäten aus aller
Welt anbieten. Die vielfältigen kulinarischen Facetten der
ecuadorianischen Küstenmetropole wurden letzte Woche nun erstmals
in einer Großveranstaltung der breiten Öffentlichkeit
im Rahmen der Messe „Guayaquil Gourmet“ näher gebracht.
Bei der Veranstaltung wurden die vier großen kulinarischen
Richtungen herausgehoben, die sich in der Stadt mit ihren 2294 registrierten
Restaurants vereinen: Asiatisch (vor allem Chinesisch), Mediterran
(Italienisch, Libanesisch und Spanisch) , Lateinamerikanisch (Argentinisch
und Mexikanisch) sowie Ecuadorianisch.
Mit der Teilnahme des panamerikanischen Forums der kulinarischen
Verbände, der amerikanischen kulinarischen Akademie und des
Weltverbandes der Köche WACS diente die Messe auch als Plattform
zum Informationsaustausch für professionelle Gastronomen. Zahlreiche
Nebenveranstaltungen wurden in diesem Rahmen angeboten, wie zum
Beispiel eine Getränke-Fachmesse, Seminare für Berufs-
und Hobbyköche sowie Fortbildungsprogramme für Schüler
und Studenten. Die „Guayaquil Gourmet“ soll die nächsten
Jahren als zentrale ecuadorianische Gastronomie-Veranstaltung mit
internationaler Ausrichtung etabliert werden.
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News vom 21.07.2006:
Saisonbedingte Engpässe in der Energieversorgung
Das Centro Nacional de Control de Energía (Cenace) (Nationale
Energiekontrollzentrum) hat aufgrund schwerwiegender Probleme in
der Energieversorgung bis März 2007 den Alarmzustand ausgerufen.
Dieser Zustand ermöglich es, Maßnahmen zu ergreifen,
die den Stromverbrauch um ca. 10% senken. Nur so können Stromausfälle
tatsächlich vermieden werden.
Die Kraftwerke des Landes Momentan produzieren momentan 2500 Megawatt,
eine Menge, die nur den nationalen Bedarf zur Hauptstunde decken
(zwischen 19 und 20 Uhr). Dies liegt an der sinkenden Wassermenge
im Wasserkraftwerk Hidropaute, das einen Großteil des Stroms
produzieren sollte: Zu dieser trockenen Jahreszeit beträgt
der Wasserzufluss in das Becken nur 70 Kubikmeter pro Sekunde, während
die Idealmenge 190 beträgt. Andere Kraftwerke sind wegen des
Ascheausstoßes des Tungurahua (wir berichteten letzte Woche)
stillgelegt. Ein weiteres Problem ist das fehlende Übereinkommen
zwischen der Regierung und Peru über die Stromversorgung der
benachbarten Grenzgebiete im Süden. Gabriel Arguellao, Direktor
des Cenace, ermahnt die Bürger, sich über die über
die Wichtigkeit des Stromsparens bewusst zu werden.
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News vom 31.07.2006:
Guayaquil nimmt neuen Flughafen in Betrieb
Letzte Woche wurde in Guayaquil der neue Flughafen „José
Joaquín de Olmedo“ offiziell eingeweiht und der knapp
zweiwöchige Probebetrieb aufgenommen. Die nationalen Fluglinien
werden am 8. August mit dem regulären Flugbetrieb starten,
die internationalen Flüge folgen dann sechs Tage später.
Der neue Flughafen ist das dritte große Projekt im Rahmen
des Stadterneuerungsprogramms der „Fundación Malecón
2000“. Mit einer Gesamtfläche von über 50.000 m2
ist der der neue Terminal gut doppelt so groß als der bisherige
Flughafen „Simón Bolivar“, welcher nach der Übersiedlung
aller Büros und Fluglinien zu einem Kongresszentrum umgebaut
wird. Die Infrastruktur des neuen Flughafens wird es erlauben, 14
Flugzeuge zur gleichen Zeit abzuwickeln. Vor allem für asiatische
Fluglinien ist Guayaquil geographisch ideal gelegen, um mit den
vergrößerten Kapazitäten nun einen Knotenpunkt für
Pazifikverbindungen zu etablieren. Die Bauarbeiten für den
neuen Terminal waren in den letzten zwei Jahren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor
für die Stadt, wurden in dem Projekt doch mehr als 100 lokale
Firmen sowie ständig rund 700 Bauarbeiter beschäftigt.
Mit dem neuen Flughafen möchte Guayaquil zudem als Portal für
eingehende internationale Touristen neben der Hauptstadt Quito Fuß
fassen. Es wird innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einer
Verdoppelung der bisherigen Touristenströme in die Küstenmetropole
erwartet, wovon natürlich die lokale Wirtschaft stark profitieren
soll.
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News vom 04.08.2006:
Spanien bezeichnet Ecuador als gefährliches
Reiseland
Nachdem das spanische Ministerium für Außenbeziehungen
eine Deklaration veröffentlicht hat, die besagt, dass Touristen
in Ecuador der hohen Gefahr ausgesetzt sind, entführt oder
überfallen zu werden, hat Ecuador für diese Behauptung
von der spanischen Botschaft Erklärungen verlangt und sich
gegen den Platz auf der schwarzen Liste gewehrt.
Auch die Behauptung, die Gegend um den Vulkan Reventador sei eine
Gefahrenzone, sei falsch. Der Reventador sei zwar ein aktiver Vulkan,
hätte jedoch in der letzten Zeit keine Aktivität vorzuweißen,
die eine solche Meldung rechtfertige. Man schließe daraus,
dass der Reventatdor in dieser Meldung mit dem Tungurahua verwechselt
worden sei, so die Tourismusministerin María Isabel Salvador.
Derart falsche Meldungen könnten negative Auswirkungen auf
den Tourismus Ecuadors haben, für den Spanien einer der wichtigsten
europäischen Märkte ist.
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News vom 17.08.2006:
Erneut folgenschwerer Ausbruch des Tungurahua
Seit 9.00 Ortszeit gestern morgen hat die Aktivität des Vulkans
Tungurahua wieder stetig zugenommen, bis es heute Nacht, um 01.45,
zu starken Eruptionen kam. Diesmal wurden 20 pyroklastische Ströme
gezählt. Nach Angaben des geophysikalischen Instituts wurde
die Asche-Gesteinswolke diesmal in eine Höhe von 8 Kilometern
über den Vulkan geschleudert. Wiederum ging der Lava–
und Geröllstrom hauptsächlich auf die westliche Seite
nieder, so dass nicht nur die Nationalstraße Ambato- Baños,
sondern auch mehrere Dörfer davon betroffen sind: Drei Tote,
fünf Verletzte und mehr als 60 Vermisste werden bisher gemeldet.
Der Ascheregen, von dem die gesamte Gegend betroffen ist, ist nicht
nur wegen der Luftverschmutzung, sondern auch wegen der Last, die
sich durch die Vermischung mit dem Regen ergibt, gefährlich
– der daraus entstehende Schlamm bringt die Dächer der
Häuser zum Einstürzen. Ebenso schwer trifft die Menschen
die Verschmutzung von 20 000 Hektar landwirtschaftlichen genutzter
Fläche. Die drei Provinzen Sucumbíos, Napo und Pastaza,
östlich des Vulkans im Amazonasgebiet gelegen, sind durch Schäden
an den Stromleitungen, verursacht durch die Asche, momentan von
der Stromversorgung abgeschnitten.
Das Grollen des Vulkans ist bis ins 300 km südlich gelegene
Cuenca zu hören und die Erschütterungen sind so stark,
dass auch dort die Fensterscheiben klirren. In den Morgenstunden
wurde nun auch der Touristenort Baños evakuiert. Nach Angaben
des Bürgermeisters verlief die Räumung, die nach Beginn
der starken Aktivität am 14. Juli 2006 geübt wurde, reibungslos.
Aber nicht nur die Gegend um den Vulkan, sondern auch der Flugverkehr
des ganzen Landes ist davon betroffen – nationale und internationale
Flugverbindungen über den Flughafen Guayaquil mussten aufgrund
der Eruptionen und der Luftverschmutzung abgesagt werden. Insgesamt
sind die Schäden so groß, dass die Provinzen Chimborazo
und Tungurahua zu Katastrophengebieten erklärt wurden.
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News vom 18.08.2006:
Ausbruch des Tungurahua
Nach den heftigen Ausbrüchen am Mittwoch und in der darauffolgenden
Nacht hat sich der Vulkan Tungurahua nun abrupt beruhigt. Den Wissenschaftlern
des geophysikalischen Institutes gibt dies jedoch zu denken; eine
derartige plötzliche Ruhe wird als negatives Signal gewertet.
Weiterhin herrschen nicht nur in den nahegelegenen Provinzen Chimborazo,
Tungurahua und Bolívar, in denen der Notstand ausgerufen
wurde, alarmierende Zustände: Der Ascheregen fiel nun auch
in den Küstenprovinzen und weiterhin bleibt der Flugverkehr
der Flughäfen Quito, Guayaquil, Cuenca und Manta beeinträchtigt.
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News vom 25.08.2006:
Fremde Arten auf Galápagos
Obwohl
das empfindliche Ökosystem der Galápagos-Inseln mit
allen Mitteln geschützt werden soll, kommt es immer wieder
zu Verstößen.
Die Einfuhr fremder Arten auf die Galápagos-Inseln begann
schon im 17. Jahrhundert, als Piratenschiffe Pflanzen und Nagetieren
auf das Archipel brachten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen
dann auch Tiere wie Kühe, Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hunde
und Katzen. Diese Tierarten konnten die Inseln leicht erobern, sie
fanden Nahrung im Überfluss. Außerdem sind es Tierarten,
die die den Wettkampf gewöhnt sind – im Gegensatz zu
den einheimischen Arten, für die die Neuankömmlinge daher
gefährlich waren. Im Gegensatz zu den Inselbewohnern wie z.B.
Reptilien haben die ausgesetzten Säugetiere den Vorteil, dass
sie schneller sind und auf der Suche nach Futter weite Strecken
zurücklegen können. Die Fähigkeit zur Fortbewegung
von Reptilien hingegen ist nur beschränkt.
Auch in den letzten sechs Monaten haben die Parkwächter auf
der Insel San Cristóbal mehrere Tilapias (eine Buntbarschart),
Süßwasserschildkröten, einen Leguan und ein Exemplar
der vom Aussterben bedrohten Titi-Affen beschlagnahmt – alles
Tiere, die nicht zur natürlichen Inselfauna gehören. Gemäß
der Institution Sesa-Sicgal, die dafür verantwortlich ist,
die Einfuhr von neuen Arten zu vermeiden, gibt es immer wieder Einheimische,
die versuchen, fremde Tier- und Pflanzenarten einzuschleppen.
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News vom 28.08.2006:
Update Tungurahua
Nach den starken Eruptionen des Vulkans Tungurahua bei Baños
in der Nacht vom 16. auf den 17. August hat sich die Situation nun
wieder beruhigt. Die Wissenschaftler melden, dass die Aktivität
des Vulkans stabil sei. Lediglich die – durchaus übliche
– Rauchwolke ist zu sehen. Die Straßen, die direkt nach der
Katastrophe aufgrund der pyroklastischen Ströme teilweise gesperrt
waren, sind mittlerweile alle wieder befahrbar. Obwohl es in Baños
momentan noch ruhig zu geht, empfängt der Orten Touristen,
die auch die umliegende Umgebung besuchen können. Nach wie
vor sind jedoch viele Menschen, die bei den Eruptionen ihre Unterkünfte
verloren haben, in Notquartieren untergebracht.
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