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NEWS - ARCHIV

Hier finden Sie die Wochennews der vergangenen Monate.

Aktuelle News - Archiv 2007 - Archiv 2006

2006: Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - Oktober - November - Dezember

JULI 2006

News vom 03.07.2006:
Interregionales Seminar “Ethik im Tourismus” in Quito

WTO Quito war letzte Woche Schauplatz des ersten interregionalen Seminars über „Ethik im Tourismus“. Das Arbeitstreffen wurde von der Welttourismusorganisation (World Tourism Organisation - UNWTO), einer Unterorganisation der UNO, im Rahmen ihrer 78. Vorstandssitzung durchgeführt, für welche das Mitglied Ecuador dieses Jahr als Gastgeber fungierte. 
Der Zweck dieses auf Nord- und Südamerika beschränkten Seminars war es, die Umsetzung der von der UNWTO herausgegebenen „globalen Richtlinien für Ethik im Tourismus“ für die Region zu bewerten und Maßnahmen zu entwickeln, wie private und öffentliche Einrichtungen zu deren Einhaltung ermuntert werden können. Die UNWTO sieht im nachhaltigen Tourismus großes Potential zur Erreichung globaler Armutsreduzierung, welches eines der „Milleniums-Entwicklungsziele“ (Millenium Development Goals) der UNO ist.

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News vom07.07.2006:
Kreuzfahrtschiffe verletzen Naturschutzgesetze auf Galápagos

Fischschwarm Da die beliebten Galápagos-Inseln Nationalparkgebiet sind, gilt für jegliche Art von Tourismus auf dem Archipel das Gesetz “Reglamento Especial de Turismo en Areas Naturales Protegidas (Retanp), zu Deutsch etwa „Sonderregelungen für den Tourismus in Naturschutzgebieten“. Es besagt, dass beispielsweise der Gebrauch von Wasserski und Jetski, von Luftverkehr sowie jegliche Arten von Fischen verboten sind.
Obwohl unter dieses Gesetz auch Unterwasserboote fallen, wurde am Mittwoch vergangener Woche das Kreuzfahrtschiff „Constellation“, mit 50 Passagieren ein Schiff mittlerer Größe, angehalten: Es wird verdächtigt, in seinem Angebot auch ein U-Boot zur Beobachtung der Unterwasserwelt verwendet zu haben. Ebenso soll der Einsatz eines Helikopters geplant gewesen sein. Untersucht wird der Fall nun von der Autoridad Marítima, der Polizei und dem Nationalpark Galápagos. Während der Untersuchungen bleiben die Matrosen und die Schiffe, die von der Constellation angestellt waren, um in den geschützten Gewässern Unterwassertourismus anbieten zu können, auf San Cristobal (Galápagos) festgenommen.

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News vom 15.07.2006:
Schwerer Ausbruch des Vulkans Tungurahua

Vulkan Tungurahua Gestern Nachmittag, gegen 17h10 Ortszeit (24h10 MEZ), ist der immer wieder aktive Vulkan Tungurahua bei Baños in eine Phase erhöhter Aktivität getreten. Seit 1999 und vermehrt in den letzten Monaten kam es zwar wiederholt zu Asche- und Gaswolkenausstößen, aber dies ist der schwerste Ausbruch der letzten 7 Jahre mit dem Ausstoß pyroklastischen Materials. Die Aschewolke soll bis zu 6 km Höhe erreicht haben. In der Nacht gab es vier pyroklastische Ströme, von denen einer die Strasse zwischen Baños und Riobamba erreicht haben soll. Laut Aussage des Direktors des Geophysischen Institutes, Hugo Yépez, kann man zur Zeit noch nicht abschätzen, wie sich die Situation, die von ihm als „kritisch“ bezeichnet wird, in den nächsten Stunden und Tagen entwickelt.
Der Touristenort Baños, am Fuße des Tungurahua, wurde bislang noch nicht evakuiert, nur die Bewohner einiger weniger kleinerer Gemeinden an der westlichen Flanke des Vulkans haben ihre Häuser verlassen.
Ascheregen ging auf über 30 Ortschaften in der unmittelbaren Nähe des Tungurahua nieder und könnte sogar die 300 km entfernte Hafenmetropole Guayaquil erreichen.
Die Verbindungsstrasse von Ambato nach Baños wurde aufgrund einer möglichen Evakuierung gesperrt.
In der Umgebung des 5.029 m hohen Vulkanes, der sich 135 km südlich der Hauptstadt Quito befindet, leben 25.000 Menschen.

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News vom 17.07.2006:
Fest der Geschmäcke in Guayaquil

Ceviche de Camaron Aufgrund ihres Charakters als internationale Hafenstadt hat sich in Guayaquil über die Jahrhunderte eine bunte Mischung an Restaurants und Gastbetrieben niedergelassen, die Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Die vielfältigen kulinarischen Facetten der ecuadorianischen Küstenmetropole wurden letzte Woche nun erstmals in einer Großveranstaltung der breiten Öffentlichkeit im Rahmen der Messe „Guayaquil Gourmet“ näher gebracht. Bei der Veranstaltung wurden die vier großen kulinarischen Richtungen herausgehoben, die sich in der Stadt mit ihren 2294 registrierten Restaurants vereinen: Asiatisch (vor allem Chinesisch), Mediterran (Italienisch, Libanesisch und Spanisch) , Lateinamerikanisch (Argentinisch und Mexikanisch) sowie Ecuadorianisch.
Mit der Teilnahme des panamerikanischen Forums der kulinarischen Verbände, der amerikanischen kulinarischen Akademie und des Weltverbandes der Köche WACS diente die Messe auch als Plattform zum Informationsaustausch für professionelle Gastronomen. Zahlreiche Nebenveranstaltungen wurden in diesem Rahmen angeboten, wie zum Beispiel eine Getränke-Fachmesse, Seminare für Berufs- und Hobbyköche sowie Fortbildungsprogramme für Schüler und Studenten. Die „Guayaquil Gourmet“ soll die nächsten Jahren als zentrale ecuadorianische Gastronomie-Veranstaltung mit internationaler Ausrichtung etabliert werden.

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News vom 21.07.2006:
Saisonbedingte Engpässe in der Energieversorgung

Solarenergie Das Centro Nacional de Control de Energía (Cenace) (Nationale Energiekontrollzentrum) hat aufgrund schwerwiegender Probleme in der Energieversorgung bis März 2007 den Alarmzustand ausgerufen. Dieser Zustand ermöglich es, Maßnahmen zu ergreifen, die den Stromverbrauch um ca. 10% senken. Nur so können Stromausfälle tatsächlich vermieden werden.
Die Kraftwerke des Landes Momentan produzieren momentan 2500 Megawatt, eine Menge, die nur den nationalen Bedarf zur Hauptstunde decken (zwischen 19 und 20 Uhr). Dies liegt an der sinkenden Wassermenge im Wasserkraftwerk Hidropaute, das einen Großteil des Stroms produzieren sollte: Zu dieser trockenen Jahreszeit beträgt der Wasserzufluss in das Becken nur 70 Kubikmeter pro Sekunde, während die Idealmenge 190 beträgt. Andere Kraftwerke sind wegen des Ascheausstoßes des Tungurahua (wir berichteten letzte Woche) stillgelegt. Ein weiteres Problem ist das fehlende Übereinkommen zwischen der Regierung und Peru über die Stromversorgung der benachbarten Grenzgebiete im Süden. Gabriel Arguellao, Direktor des Cenace, ermahnt die Bürger, sich über die über die Wichtigkeit des Stromsparens bewusst zu werden.

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News vom 31.07.2006:
Guayaquil nimmt neuen Flughafen in Betrieb

Flughafen Guayaquil Letzte Woche wurde in Guayaquil der neue Flughafen „José Joaquín de Olmedo“ offiziell eingeweiht und der knapp zweiwöchige Probebetrieb aufgenommen. Die nationalen Fluglinien werden am 8. August mit dem regulären Flugbetrieb starten, die internationalen Flüge folgen dann sechs Tage später.
Der neue Flughafen ist das dritte große Projekt im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms der „Fundación Malecón 2000“. Mit einer Gesamtfläche von über 50.000 m2 ist der der neue Terminal gut doppelt so groß als der bisherige Flughafen „Simón Bolivar“, welcher nach der Übersiedlung aller Büros und Fluglinien zu einem Kongresszentrum umgebaut wird. Die Infrastruktur des neuen Flughafens wird es erlauben, 14 Flugzeuge zur gleichen Zeit abzuwickeln. Vor allem für asiatische Fluglinien ist Guayaquil geographisch ideal gelegen, um mit den vergrößerten Kapazitäten nun einen Knotenpunkt für Pazifikverbindungen zu etablieren. Die Bauarbeiten für den neuen Terminal waren in den letzten zwei Jahren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt, wurden in dem Projekt doch mehr als 100 lokale Firmen sowie ständig rund 700 Bauarbeiter beschäftigt.
Mit dem neuen Flughafen möchte Guayaquil zudem als Portal für eingehende internationale Touristen neben der Hauptstadt Quito Fuß fassen. Es wird innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einer Verdoppelung der bisherigen Touristenströme in die Küstenmetropole erwartet, wovon natürlich die lokale Wirtschaft stark profitieren soll.

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AUGUST 2006

News vom 04.08.2006:
Spanien bezeichnet Ecuador als gefährliches Reiseland

Reventador Nachdem das spanische Ministerium für Außenbeziehungen eine Deklaration veröffentlicht hat, die besagt, dass Touristen in Ecuador der hohen Gefahr ausgesetzt sind, entführt oder überfallen zu werden, hat Ecuador für diese Behauptung von der spanischen Botschaft Erklärungen verlangt und sich gegen den Platz auf der schwarzen Liste gewehrt.
Auch die Behauptung, die Gegend um den Vulkan Reventador sei eine Gefahrenzone, sei falsch. Der Reventador sei zwar ein aktiver Vulkan, hätte jedoch in der letzten Zeit keine Aktivität vorzuweißen, die eine solche Meldung rechtfertige. Man schließe daraus, dass der Reventatdor in dieser Meldung mit dem Tungurahua verwechselt worden sei, so die Tourismusministerin María Isabel Salvador. Derart falsche Meldungen könnten negative Auswirkungen auf den Tourismus Ecuadors haben, für den Spanien einer der wichtigsten europäischen Märkte ist.

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News vom 17.08.2006:
Erneut folgenschwerer Ausbruch des Tungurahua

Ausbruch Tungurahua Seit 9.00 Ortszeit gestern morgen hat die Aktivität des Vulkans Tungurahua wieder stetig zugenommen, bis es heute Nacht, um 01.45, zu starken Eruptionen kam. Diesmal wurden 20 pyroklastische Ströme gezählt. Nach Angaben des geophysikalischen Instituts wurde die Asche-Gesteinswolke diesmal in eine Höhe von 8 Kilometern über den Vulkan geschleudert. Wiederum ging der Lava– und Geröllstrom hauptsächlich auf die westliche Seite nieder, so dass nicht nur die Nationalstraße Ambato- Baños, sondern auch mehrere Dörfer davon betroffen sind: Drei Tote, fünf Verletzte und mehr als 60 Vermisste werden bisher gemeldet. Der Ascheregen, von dem die gesamte Gegend betroffen ist, ist nicht nur wegen der Luftverschmutzung, sondern auch wegen der Last, die sich durch die Vermischung mit dem Regen ergibt, gefährlich – der daraus entstehende Schlamm bringt die Dächer der Häuser zum Einstürzen. Ebenso schwer trifft die Menschen die Verschmutzung von 20 000 Hektar landwirtschaftlichen genutzter Fläche. Die drei Provinzen Sucumbíos, Napo und Pastaza, östlich des Vulkans im Amazonasgebiet gelegen, sind durch Schäden an den Stromleitungen, verursacht durch die Asche, momentan von der Stromversorgung abgeschnitten.
Das Grollen des Vulkans ist bis ins 300 km südlich gelegene Cuenca zu hören und die Erschütterungen sind so stark, dass auch dort die Fensterscheiben klirren. In den Morgenstunden wurde nun auch der Touristenort Baños evakuiert. Nach Angaben des Bürgermeisters verlief die Räumung, die nach Beginn der starken Aktivität am 14. Juli 2006 geübt wurde, reibungslos. Aber nicht nur die Gegend um den Vulkan, sondern auch der Flugverkehr des ganzen Landes ist davon betroffen – nationale und internationale Flugverbindungen über den Flughafen Guayaquil mussten aufgrund der Eruptionen und der Luftverschmutzung abgesagt werden. Insgesamt sind die Schäden so groß, dass die Provinzen Chimborazo und Tungurahua zu Katastrophengebieten erklärt wurden.

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News vom 18.08.2006:
Ausbruch des Tungurahua

Tungurahua Nach den heftigen Ausbrüchen am Mittwoch und in der darauffolgenden Nacht hat sich der Vulkan Tungurahua nun abrupt beruhigt. Den Wissenschaftlern des geophysikalischen Institutes gibt dies jedoch zu denken; eine derartige plötzliche Ruhe wird als negatives Signal gewertet.
Weiterhin herrschen nicht nur in den nahegelegenen Provinzen Chimborazo, Tungurahua und Bolívar, in denen der Notstand ausgerufen wurde, alarmierende Zustände: Der Ascheregen fiel nun auch in den Küstenprovinzen und weiterhin bleibt der Flugverkehr der Flughäfen Quito, Guayaquil, Cuenca und Manta beeinträchtigt.

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News vom 25.08.2006:
Fremde Arten auf Galápagos

ZiegeObwohl das empfindliche Ökosystem der Galápagos-Inseln mit allen Mitteln geschützt werden soll, kommt es immer wieder zu Verstößen.
Die Einfuhr fremder Arten auf die Galápagos-Inseln begann schon im 17. Jahrhundert, als Piratenschiffe Pflanzen und Nagetieren auf das Archipel brachten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen dann auch Tiere wie Kühe, Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hunde und Katzen. Diese Tierarten konnten die Inseln leicht erobern, sie fanden Nahrung im Überfluss. Außerdem sind es Tierarten, die die den Wettkampf gewöhnt sind – im Gegensatz zu den einheimischen Arten, für die die Neuankömmlinge daher gefährlich waren. Im Gegensatz zu den Inselbewohnern wie z.B. Reptilien haben die ausgesetzten Säugetiere den Vorteil, dass sie schneller sind und auf der Suche nach Futter weite Strecken zurücklegen können. Die Fähigkeit zur Fortbewegung von Reptilien hingegen ist nur beschränkt.
Auch in den letzten sechs Monaten haben die Parkwächter auf der Insel San Cristóbal mehrere Tilapias (eine Buntbarschart), Süßwasserschildkröten, einen Leguan und ein Exemplar der vom Aussterben bedrohten Titi-Affen beschlagnahmt – alles Tiere, die nicht zur natürlichen Inselfauna gehören. Gemäß der Institution Sesa-Sicgal, die dafür verantwortlich ist, die Einfuhr von neuen Arten zu vermeiden, gibt es immer wieder Einheimische, die versuchen, fremde Tier- und Pflanzenarten einzuschleppen.

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News vom 28.08.2006:
Update Tungurahua

Tungurahua Nach den starken Eruptionen des Vulkans Tungurahua bei Baños in der Nacht vom 16. auf den 17. August hat sich die Situation nun wieder beruhigt. Die Wissenschaftler melden, dass die Aktivität des Vulkans stabil sei. Lediglich die – durchaus übliche – Rauchwolke ist zu sehen. Die Straßen, die direkt nach der Katastrophe aufgrund der pyroklastischen Ströme teilweise gesperrt waren, sind mittlerweile alle wieder befahrbar. Obwohl es in Baños momentan noch ruhig zu geht, empfängt der Orten Touristen, die auch die umliegende Umgebung besuchen können. Nach wie vor sind jedoch viele Menschen, die bei den Eruptionen ihre Unterkünfte verloren haben, in Notquartieren untergebracht.

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