NEWS - ARCHIV
Hier finden Sie die Wochennews der vergangenen Monate.
Aktuelle News -
Archiv 2007 - Archiv 2006
2006:
Januar - Februar - März
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Oktober - November
- Dezember
News vom 02.01.2006:
Ecuador immer beliebter
Nach zwei schwierigen Jahren der Konjunktur kann das Amt für
Tourismus wieder positive Nachrichten verbreiten. Die Anstrengungen
des letzten Jahres haben sich bezahlt gemacht und die Anzahl der
Touristen ist gestiegen.
Waren im Jahr 2004 circa 819.000 Touristen in Ecuador, so ist die
Zahl im Jahr 2005 auf 858.000 gestiegen. Dieses Ergebnis ist wohl
vor Allem auf die steigende Vermarktung zurückzuführen.
Insgesamt gab es 56 verschiedene Kampagnen wie Werbespots und Messeauftritte
im Ausland. Vor allem für Werbung im Ausland wurde das vom
Amt für Tourismus zur Verfügung stehende Geld verwendet.
So wurden zum Beispiel Werbespots auf dem Sender CNN ausgestrahlt.
Auch wurden Tourismusämter im Ausland eröffnet um so besser
Ecuador zu vermarkten; insgesamt 10 Büros in Nordamerika, Südamerika
und Europa eröffnet. Sie sollen vor Ort Kampagnen entwickeln
um Ecuador zu vermarkten, bekannter zu machen und Negativmeldungen
zu stoppen.
Für das Jahr 2006 hat das Amt für Tourismus ein Budget
von USD 9,7 Millionen. Das Ziel für 2006 ist es 900.000 Touristen
zu gewinnen. Sie würden etwa Einnahmen von USD 500 Millionen
einbringen. Da der Tourismus mit zu den wichtigsten Einnahmequellen
Ecuadors zählt, ist es wichtig, dass die Werbemaßnahmen
stets vom Staat gefördert werden.
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News vom 09.01.2006:
Staatliche Hilfe nach Vulkanausbruch
Eine Million Dollar hat die Ecuadorianische Regierung der Region
Tungurahua in der letzten Woche zugesagt. Das Geld soll die schlimmsten
Zerstörungen nach den erneuten (kleineren) Aktivitäten
des Vulkanes Tungurahua beseitigen und die Notfallsituation für
beendet erklären lassen.
Am 14. Dezember 2005 spuckte der aktivste Vulkan des Landes erneut
Unmengen von Asche und Gesteinsbrocken. Sowohl die Gebiete direkt
um den Vulkan als auch die Region Chimborazo waren betroffen; der
Notstand musste teilweise ausgerufen werden. Der Transfer des Kapitals
wurde Ende letzter Woche in einer Versammlung der Bürgermeister
der Kantonshauptstädte und den Verantwortlichen der Regierung
bestätigt. Es wurde ebenfalls beschlossen, dass ein Großteil
der Finanzen für den Ausbau der Streckenführung zwischen
Baños und Penipe benutzt werden soll. Mauro Rodríguez,
Leiter der zivilen Verteidigungseinheit, teilte außerdem mit,
dass die Ressourcen für die Verbesserung der Unterkünfte
und der medizinischen Versorgung eingesetzt werden sollen.
Der letzte gravierende Ausbruch des 5.016m hohen Tungurahua erfolgte
im Jahre 1999 und erforderte die Evakuierung von 22.000 Personen.
Sein Name stammt wahrscheinlich aus dem Quechua und bedeutet soviel
wie „brennender“ oder „Feuer speiender Schlund“.
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News vom 16.01.2006:
Noch immer keine Einigung im Streit um Ingapirca
Der Streit um die historische Ruinenstätte Ingapirca geht in
eine weitere Runde. Noch immer konnten sich die beiden Parteien
nicht auf einen Kompromiss einigen. Der Streit zwischen der Dorfgemeinschaft
Ingapirca und dem Institut Ingapirca der Stadt Cañarí
dauert nun schon seit 4 Monaten an.
Die Repräsentanten der Gemeinde Inkapirca, erkennen die Leitung
durch das Institut der Stadt Cañarí nicht an und will
selber die Leitung übernehmen. Beide beanspruchen die Führung
des einzigen Inkamuseums in Ecuador für sich. Seit dem 27.
Dezember ist der Streit zwischen den Partein eskaliert. Die Repräsentanten
der Gemeinde von Inkapirca besetzten den Komplex. Als Konsequenz
auf die Besetzung ordnete der Direktor des Institutes der Stadt
Cañarí eine Woche darauf die Schließung des
Museums an.
Die Leidtragenden sind die Touristen. Seit etwa 14 Tagen ist das
Museum geschlossen und kann nicht besichtigt werden. Alle hoffen
auf eine Lösung des Problems, wenn sich beide Partein am 18.
diesen Monats zu einer neuen Versammlung treffen.
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News vom 23.01.2006:
Studentenproteste in Quito
In der vergangenen Woche fanden in der Ecuadorianischen Hauptstadt
die seit langem intensivsten Demonstrationen statt. Der Pendlerverkehr
wurde teilweise völlig lahm gelegt und bestimmte Stadtteile
im Süden waren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht
erreichbar.
Studenten und Schüler trafen sich an den Hauptverkehrsadern
um gegen die Erhöhung der Buspreise zu demonstrieren. Die Konfrontationen
mit den „Robo-Cops“, wie die Polizei bezeichnet wird
(robar=stehlen), äußerten sich dramatisch: vermummte
Jugendliche, die Steine warfen und auch vor kleineren Bomben nicht
zurück schreckten. Die derzeitige Bilanz: 185 Festnahmen, 150
Verletzte und Schäden in Höhe von mehr als USD 9.000.
Die Erhöhung der Transportpreise wird von den Busunternehmen
als notwendig proklamiert – anders wäre eine sorgfältige
Wartung der Fahrzeuge nicht mehr möglich. So banal es klingt,
aber die Erhöhung des Preises von 25 auf 35 Cent ist für
viele der Schüler (und deren Eltern) nicht tragbar. Die Demonstrationen
konzentrierten sich im Süden der Stadt, die ohnehin als weniger
vermögende Gegend bekannt ist.
Die Regierung ließ nun verlautbaren, dass die Preise vorerst
nicht angehoben werden sollen. Eine Kommission werde ins Leben gerufen,
die die erst einmal Rechtfertigung prüfen soll – diese
Untersuchung kann mehrere Monate dauern!
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News vom 06.02.2006:
Unruhen in der nördlichen Grenzregion
Die Nachrichten in Ecuador waren die gesamte letzte Woche von einem
Thema durchsetzt: linksgerichtete kolumbianische Rebellen der Guerillaorganisation
Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verstärkten
ihre Anschläge in ländlichen Grenzregionen Kolumbiens
und Ecuadors. Die Behörden sehen einen Zusammenhang mit den
für dieses Jahr geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen.
Die hingegen rechtsgerichteten Paramilitärs, die aber genau
wie die Guerilla ohne Rücksicht auf Menschenrechte kämpfen,
werden von der Regierung unterstützt; oder zumindest geduldet.
Hier in Ecuador, und besonders in der nördlichen Provinz Sucumbios,
kaufen sie Land und werden von dort aus aktiv. Dieses „Aktiv-Werden“
besteht in der Nachstellung politischer Flüchtlinge, so dass
diese auch in Ecuador nicht mehr sicher sind. Leider ist es so,
dass die Gewalt und Militarisierung auf beiden Seiten weiterhin
steigt und diese Entwicklung auch im kleinsten Andenstaat Einfluss
hat, denn der „Krieg“ verlagert sich zunehmend nach
Sucumbios. Mehre Flugzeuge verletzten den Luft-Hoheitsraum Ecuadors
in der letzten Januarwoche. Am Donnerstag reisten der Staatschef
Alfredo Palacio und die Minister für Äußere Angelegenheiten
und Verteidigung in die von den kolumbianischen Militärs überrollten
Gebiete. „Ich werde weiterhin auf die konstitutionellen Kräfte
einwirken, damit diese zeigen, dass unsere Strategie der internationalen
Politik nicht die der Intervention, sondern in der Beharrung auf
die Immunität unseres Territoriums ist“, so der Präsident.
Palacio ließ es sich nicht nehmen und hörte die –
sichtlich verängstigte – Bevölkerung an. Wenn das
ecuadorianische Militär abrückt, würden sie folgen.
Eine katastrophale Infrastruktur und ein geradezu ungenügendes
Kommunikationsnetz (das zumeist auch noch von kolumbianischen Anbietern
kommt), erschweren die Situation zudem.
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News vom 20.02.2006:
Franz Beckenbauer wird Ehrenbürger von Quito
„El Kaiser“ – so wird Franz Beckenbauer in Ecuador
schmeichelnd genannt – besuchte als erste Station auf seiner
elftägigen FIFA 2006 PR-Reise am vergangenen Montag die Andenmetropole
Quito. Humorvoll fragte er sich bei der Verleihung des Goldenen
Schlüssels der Stadt durch Bürgermeister Paco Moncayo,
ob er denn nun als Ehrenbürger die öffentlichen Verkehrsmittel
der Stadt gratis benutzen dürfe. Mit weiteren Auszeichnungen
von Staatspräsident Palacio und Vertretern des Kongresses wurde
der Chef des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2006 mit
Ehrungen regelrecht überschüttet.
Nach einem Spaziergang durch die Innenstadt von Quito, wo Beckenbauer
von etlichen überraschten Passanten umringt wurde, trat das
Komitee seine Weiterreise zu einem Empfang nach Guayaquil an. Dem
Besuch der deutschen Delegation kommt in Ecuador eine besondere
Bedeutung zu, zumal die Andenrepublik ja Vorrundengegner von Deutschland
ist.
Zweck der elftägigen Reise, wo die deutsche Delegation alle
WM -Teilnehmer in Latein- und Nordamerika besuchen wird, ist über
die Organisation des Großereignisses im Juni zu informieren
und natürlich die Stimmung bei der Bevölkerung anzuheizen.
Doch dies ist in Ecuador ohnehin nicht mehr nötig, die bevorstehende
WM-Endrunde ist schon seit Monaten das Thema Nummer Eins im Land.
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News vom 01.03.2006:
Karnevalfieber in Ecuador
Jedes Jahr wird in Ecuador in der Woche vor Beginn der Fastenzeit
der Karneval gefeiert – heuer am 27. und 28. Februar. Und
das bedeutet hierzulande vor allem eines: Wasser! Wer sich also
an diesen zwei Tagen auf Ecuadors Straßen bewegt, muss sich
in Acht nehmen. Überall lauern Einheimische mit dem einzigen
Ziel, andere Leute mit befüllten Ballons zu bewerfen. Neben
Wasser ladet man seine Waffen auch gerne mal mit Mehl – oder
auch mit allem anderen was sich so anbietet, um sein Opfer so schmutzig
wie möglich zu kriegen.
Die einzige Ausnahme von dieser Tradition findet man nur im Ort
Ambato, wo das werfen von Wasserbomben verboten ist und das Mehl
durch Blumen ersetzt wird. Über die berühmte „Fiesta
de las Frutas y las Flores“ wurde ja bereits im Februar-Newsletter
ausführlich berichtet.
Die Feiertage werden von der Bevölkerung auch gerne für
einen Kurzurlaub an den Stränden der Costa genutzt. So findet
jedes Jahr eine Art „Völkerwanderung“ in die Küstenorte
des Landes statt, wo der Karneval besonders intensiv zelebriert
wird. Und bei den warmen Temperaturen dort scheint es auch niemanden
mehr zu stören, wenn man mal eine extra Ladung Wasser abbekommt.
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News vom 06.03.2006:
Wasser für Galápagos!?
Zum
33-jährigen Bestehen der Provinz Galápagos wurde Ende
Februar ein Vertrag unterzeichnet, der den baldigen Baubeginn dringend
notwendiger Anlagen zur Wasserversorgung besiegelt. Während
den meisten Ecuador-Besuchern bei dem Wort Galápagos zunächst
die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt dieser Inselgruppe in den
Sinn kommt, mangelt es den 33.000 Menschen, die dort dauerhaft wohnen
an einem elementaren Gut: an sauberem Wasser. Dadurch entstehen
ernsthafte gesundheitliche Probleme. So sind zum Beispiel Hautkrankheiten,
die auf mangelnde Qualität des Wassers zurückzuführen
sind, keine Seltenheit.
Das Projekt, dessen Kosten sich auf rund 13 Millionen US-Dollar
beläuft, soll die Einwohner von San Cristóbal, Santa
Cruz, Isabela und Floreana dauerhaft mit Trinkwasser versorgen.
Dafür werden Wassergewinnungssysteme, Aufbereitungsanlagen,
Reservoire und Verteilungsnetze gebaut. Die einzelnen Systeme sollen
dabei den Bedürfnissen und Besonderheiten der Inseln angepasst
werden. Auf San Cristóbal beispielsweise, wo es eine natürliche
Süßwasserquelle mit Wasser in guter Qualität gibt,
wird man eine Wasseraufbereitungsanlage dafür bauen.
Wenn das Projekt nach Plan verläuft, dann können die Bewohner
der Hauptinseln schon in 17 Monaten mit sauberem Wasser rechnen.
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News vom 13.03.2006:
Nach Kolumbien macht auch Ecuador Eingeständnisse
im Freihandelsvertrag mit den USA
Die
Verhandlungen über einen Freihandelsvertrag zwischen Südamerika
und den USA gehen nun in die letzte Runde. Eine Einigung zwischen
Kolumbien und den USA war dabei nur unter großen Eingeständnissen
Kolumbiens zu erreichen: Es sicherte den USA seine wertvollsten
landwirtschaftlichen Produkte zu: Für Reis, Mais und Hühnerfleisch
wurden schlussendlich viel höhere Abgaben vereinbart, als ursprünglich
vorgesehen. Im Gegenzug erhält Kolumbien Sonderpreise für
Tabak, Alkohol, Zucker und Milchprodukte.
Nun scheint es, als würde Ecuador den gleichen Weg einschlagen
müssen. Laut dem ecuadorianischen Handelsminister Manuel Chiriboga
können in den Verhandlungen der TLC höchstens die wichtigsten
Agrargüter geschützt werden – auch hier handelt
es sich um Reis, Mais, Hühner-, Schweine- und Rindfleisch und
Milchprodukte. Landwirtschaftsminister Pablo Rizzo betonte die Wichtigkeit,
auch Projekte zur Agrarförderung in diesen Verhandlungen mit
einzuschließen – während Kolumbien schon 167 solcher
Projekte hat, gibt es in Ecuador erst 12. Beispielsweise wäre
ein ecuadorianisches Angebot, dass die Gesamtsumme von den bisher
beschlossenen zu liefernden 240 Tonnen Milchpulver noch erhöhen
ließe, wenn im Gegensatz dazu den ecuadorianischen Viehzüchtern
garantiert wird, dass die ecuadorianische staatliche Ernährungsplanung
nicht für den fremden Wettbewerb geöffnet wird.
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News vom 17.03.2006:
Staatliche Proteste gegen das Freihandelsabkommen
mit den USA
Während in Washington die Verhandlungen zwischen Ecuador und
den USA über ein Freihandelsabkommen in die letzte Runde gehen,
kam es in den letzten Tagen in Ecuador zu heftigen Protesten. Die
größte Vereinigung der Indigenen Bevölkerung, die
Confederación de Nacionalidades Indígenas, hatte zu
Protesten aufgerufen, die den Verkehr durch Straßenblockaden
in 11 von 22 Provinzen des Landes teilweise stillgelegt haben. Der
Außenhandelsminister Jorge Illingworth gab indessen zu, dass
die Öffentlichkeit nicht genügend über die Freihandelsverträge
informiert worden sei: Die Ursache der Proteste sei im Unwissen
über die Nutzen der geplanten Abkommen zu sehen.
Während Illingworth große Nachteile für Ecuador
befürchtet, falls ein Abkommen mit den USA nicht zustande kommt
und auch der Staatssekretär verlauten ließ, die Verhandlungen
müssten um jeden Preis zu Ende gebracht werden, hatte Innenminister
Alfredo Castillo zunächst einen Dialog mit der Protestbewegung
angestrebt: Er rechtfertigte die Forderungen der indigenen Demonstranten,
die die Verdienste der Kleinbauern durch die geplanten Verträge
gefährdet sehen. Da er jedoch letzten Mittwoch von seinem Posten
zurücktrat, kam ein Dialog nicht zu Stande und Verteidigungsminister
Oswaldo Jarrin ordnete eine Auflösung der Straßenblockaden
an.
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News vom 27.03.2006:
Engpässe bei Lebensmittelversorgung
Im Zusammenhang mit den Protesten rund um den TLC (wir berichteten
letzte Woche) lässt sich ein interessantes Paradoxon erkennen:
Während die Gegner des Freihandelsabkommens mit den USA hauptsächlich
aus Besorgnis um den nationalen Agrarsektor im ganzen Land demonstrierten,
brach dieser aufgrund der tagelangen Straßenblockaden in einigen
Provinzen zusammen.
In der Markthalle von Ambato war in der vergangenen Woche deutlich
weniger los als normalerweise. Unzählige Lebensmittelhändler
aus der Region konnten wegen der landesweit blockierten Transportwege
ihre Produkte nicht an den Konsumenten bringen. Die wenigen Händler,
die den Weg in die Städte dennoch schafften, konnten großteils
nur noch Lebensmittel von schlechter Qualität anbieten. „Normalerweise
bin ich sieben Stunden unterwegs. Dieses Mal musste ich einen Umweg
über Esmeraldas fahren, was mich insgesamt 19 Stunden kostete.
Meine Ware konnte ich dann nicht mehr verkaufen, da sie inzwischen
verdorben war!“, so ein Verkäufer.
Besonders prekär ist die Situation in Tulcán, wo die
Preise für Grundnahrungsmittel drastisch in die Höhe schossen.
Zum Beispiel kostet ein Bündel Bananen normalerweise 40 Cent,
seit den Blockaden aber bezahlt man dafür mehr als einen Dollar.
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News vom 31.03.2006: Rechte für
die afroamerikanischen Gemeinden
Nach zwei Jahren Verhandlungen hat der Kongress gestern die Gesetzesvorlage
zur Stärkung der Rechte der afroamerikanischen Gemeinden verabschiedet,
wie es der Gesetzgeber von Esmeraldas, Rafael Erazo, vorhergesagt
hatte.
Das Gesetz wird die Ausübung der Grundrechte dieser Gemeinden
garantieren. Ein wichtiger Aspekt ist auch die wirtschaftliche,
soziale, kulturelle und politische Entwicklung dieser Region, um
die Chancengleichheit zum Rest des Landes zu erhöhen.
Damit ist beschlossen, dass den schwarzen Gemeinden nun nicht mehr
länger nur die allgemeinen Rechte zustehen. Nun werden sie
auch Inhaber der Rechte sein, die allen Ecuadorianern verfassungsmäßig
und auch nach internationalem Recht zustehen.
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