ALLGEMEINES ZU ECUADOR
Hier finden Sie wichtige Informationen über Ecuador geordnet
nach folgenden Rubriken:
Landesfläche -
Bevölkerung - Sprache - Religion
- Geschichte - Politik
- Wirtschaft - Medien
- Museen - Kulinarische Vielfalt
- Kultureller Kalender - Zeitdifferenz
- Stromspannung
Fläche: 270.790 Quadratkilometer (inklusive Galápagosinseln)
Hauptstadt: Quito
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Einwohnerzahl: etwa 12,5 Mio.
Ethnische Zusammensetzung: 42% Mestizen, 36% Indigenas, 12% Weiße,
6% Mulatten, 4% Schwarze.
In Ecuador gibt es eine stark zunehmende Landflucht. Zur Zeit liegt
der Anteil der Städter bei etwa 60%. Ein Fünftel der Ecuadorianer
lebt bereits heute in Guayaquil.
Etwa 40% aller Ecuadorianer sind jünger als 15 Jahre.
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Die Amtssprache Ecuadors ist Spanisch.
Vor allem im Hochland sprechen viele indígenas allerdings
noch ihr traditionelles Quichua.
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Ca. 90% der ecuadorianischen Bevölkerung ist katholisch. Einige
Minderheiten bekennen sich zum Protestantismus und sogenannten Naturreligionen.
Auch heute noch vermischen sich bei vielen ecuadorianischen Festen
traditionelle Inhalte mit katholischen Bräuchen.
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Die Geschichte Ecuadors lässt sich in drei große Epochen
gliedern: die indianische, die koloniale und die republikanische
Epoche.
Die prähistorische Zeit (10.000 - 3500 v.Chr.) und somit die
ältesten Funde zur Existenz von Menschen in Ecuador bezeugt
die größte Fundstelle El Inga in der Nähe von Quito.
Im Laufe der Jahrtausende folgten viele Volksgruppen, wie zum Beispiel
die Valdivia-Kultur, die Machalilla- und La Tolita-Kultur; oder
die aggressiven Cara in den Küstenbereichen und die friedlichen
Quitu im Hochland.
Die Eroberungszüge der Inka setzten im 12. Jahrhundert ein
und bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hatte sich ein enormes Imperium
entwickelt, das von Argentinien und Chile im Süden über
5000km nach Norden bis nach Kolumbien reichte. Im Norden wurde das
Reich von dem Inka-König Atahualpa und im Süden von dessen
Bruder Huascar regiert; und als zwischen den beiden der Krieg ausbrach,
machten sich die spanischen Conquistadores (Eroberer) dies zu Nutzen.
Der Spanier Francisco Pizarro ließ 1532 den Inka-Herrscher
Atahualpa töten und damit zerfiel das bestorganisierte Inkareich.
Die koloniale Epoche begann im Jahre 1534 als Sebastián
de Benalcázar die Stadt Quito gründete und die Spanier
eine soziale, kulturelle und ökonomische Zäsur durchführten,
die bis ins frühe 19. Jahrhundert dauern sollte. Die soziale
Kluft zwischen den weißen Eroberern und den einheimischen
Indios blieb unüberwindbar bis sich einige Unabhängigkeitsbewegungen
gründeten.
Unter Simon Bolívar und José de San Martín
fanden weitere Befreiungsaktionen statt, die dann in der berühmten
Schlacht vom Pichincha, am 24.Mai 1822, unter Antonio José
de Sucre gipfelte und schließlich die koloniale Epoche in
ganz Südamerika beendete.
Um 1830 begann die republikanische Epoche, die sich hauptsächlich
als Konsolidierung des Staates beschreiben lässt. Nach anfänglich
abwechselnden Militärherrschaften regierte der Liberale Eloy
Alfaro von 1895 bis 1920 und setze eine Reformpolitik durch, die
unter anderem die Teilung von Kirche und Staat, sowie die Verbesserung
der Staatsstruktur hervorbrachte. Die Jahre 1934 bis 1972 standen
ganz im Zeichen des Diktators José María Velasco Ibarra.
Seit Januar 2003 heißt der Präsident der Republik Ecuador
Lucio Gutiérrez.
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Die Republik Ecuador ist seit 1979 eine präsidiale Demokratie
mit bundesstaatlichem Charakter.
Staatspräsident war seit dem 15. Januar 2003 der ehemalige
Oberst des ecuadorianischen Militärs, Lucio Gutiérrez,
eine der Hauptfiguren beim Sturz des Präsidenten Mahuads im
Jahre 2000. Gutiérrez wurde am 20. April 2005 allerdings
selbst gestützt. Anschliessend war der damalige Vizepräsident
Dr. Alfredo Palacio an der Macht und regierte das Land bis 2007.
Seit letztem Jahr heisst der neue Präsident Ecuadors Rafael
Correa. Die Präsidentschaftswahlen finden alle 4 Jahre statt,
eine Wiederwahl ist nicht möglich. Der Staatspräsident
ist gleichzeitig auch Regierungschef und Vorsitzender der Streitkräfte.
Ab dem 18. Lebensjahr besteht für alle Ecuadorianer Wahlpflicht.
Gleichzeitig mit dem Präsidenten wird der Nationalkongress
gewählt, der sich aus 121 Abgeordneten zusammensetzt.
Ecuador wird in 23 Provinzen unterteilt, die sich wiederum in Kantone
aufgliedern, deren Chef der Alcalde (Bürgermeister) ist. Trotz
des in der Verfassung festgelegtem bundesstaatlichen Charakters,
wird das Land zentralistisch von Quito und Guayaquil aus regiert.
Föderalistische Strukturen sind schwach ausgebildet. Lediglich
die beiden genannten Metropolen verfügen über eine eigenständige
Verwaltung mit angemessenen Finanzmitteln.
Im Nationalkongress sind 9 Parteien vertreten. Eine prozentuale
Hürde ist nicht vorhanden. Zu den einflussreichsten gehört
die Democracia Popular (Christdemokraten), die Partido Social Cristiano
und die Izquierda Democratica (Sozialdemokraten). In letzter Zeit
gewinnt auch die indigene Bewegung immer mehr Einfluss.
1998 erfuhr die Verfassung einige tiefgreifende Änderungen.
In erster Linie wurde das Wahlsystem für die Präsidentschaftswahl
reformiert. Des weiteren wurde ein Antikorruptionsgremium eingesetzt.
Gänzlich neu war die Einführung des Rechts auf Wehrdienstverweigerung
und Zivildienst. Der schwarzen und indigenen Bevölkerung wurden
erstmals ihre Besitzrechte zugeschrieben.
Wegen eines fehlenden Justizministeriums besitzt Ecuador nur eine
beschränkte Rechtsstaatlichkeit.
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Bis Ende der 60er Jahre war Ecuador der Bananenexporteur schlechthin.
Ein Agrarstaat, dessen Wirtschaft auf Produkten wie Kaffee, Kakao
und den berühmten Bananen basierte.
Dies sollte sich mit der Entdeckung großer Erdölvorkommen
zu Beginn der 70er Jahre schlagartig ändern. Der im Regenwald
geförderte Rohstoff wurde in Pipelines über die Anden
an die Küste nach Esmeraldas gepumpt, von wo aus er dann weiter
verschifft wurde. Der Boom war jedoch von kurzer Dauer. Der Verfall
der Rohölpreise und ein Erdbeben, das 1987 einen Teil der Pipeline
zerstörte, führten zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Die erhofften Einnahmen durch den Erdölexport reichten nicht
aus, um die Auslandsschulden zurückzuzahlen. Dazu kamen Inflationsschwierigkeiten,
mit denen das Land bis heute zu kämpfen hat.
Nach Erdöl, Bananen und dem Tourismus ist die Garnelenzucht
der viertstärkste Arm der ecuadorianischen Wirtschaft. Auch
die Fischerei mit ihrem Zentrum in Manabi verzeichnet wachsende
Zahlen im Export von Thunfisch und Sardinen.
Nicht zu vergessen ist auch die Bedeutung der Forstwirtschaft mit
dem Export von Eukalyptus und Tropenhölzern, ebenso wie die
Ausfuhr von Schnittblumen. Exporthandelspartner sind in erster Linie
die USA, gefolgt von Europa und den anderen Lateinamerikanischen
Staaten.
In den 60er Jahren kamen die ersten Touristen ins Land. Nach den
Galapagos wurden auch das Hochland und der tropische Regenwald für
den Tourismus erschlossen. Er gilt heute als die vielversprechende
Devisenquelle der Zukunft und ist bereits der drittstärkste
Zweig der ecuadorianischen Wirtschaft.
Durch die starke Exportabhängigkeit und den Preisen des Weltmarktes
steht Ecuadors Wirtschaft auf wackligen Beinen. Inflationsrate,
Auslandsverschuldung und verdeckte Arbeitslosigkeit sind zum Dauerproblem
geworden. Die Früchte verschiedener Reformen lassen noch auf
sich warten.
Lesen Sie mehr über die folgenden Exportprodukte in unserem
Newsletter.
Kakao
- Bananen
- Erdöl
- Garnelen
- Blumen
- Panamahut
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Die wichtigsten Tageszeitungen in Ecuador: El
Comercio / Hoy
/ El Universo.
Ecuador hat ein fein gegliedertes Radionetz, das sehr weit reicht.
Ausländische Fernsehsender können per Kabel empfangen
werden; die meisten Filme laufen im Originalton mit spanischen Untertitel.
Die modernsten Kinokomplexe sind: Cinemark
/ Multicines.
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Die schönsten Museen:
Weitere Museen finden Sie hier.
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Je nach Region, Hochland, Küste oder Regenwald, variieren
die Arten der Zubereitung und das traditionelle Speiseangebot sehr
stark.
Hauptnahrungsmittel:
Zu den Hauptgerichten werden entweder Reis (arroz) oder Kartoffeln
(papas) als Beilagen serviert. Weitere Kohlenhydratelieferanten
sind Nudeln (fideos), Yuca (stärkehaltiges Knollengemüse)
und Mais (maíz oder sara), sowie die verschiedenen
Bananenarten (plátanos).
Hochland:
Im Hochland ist vor allem die Kartoffel ein typisches Nahrungsmittel
und dient als Beilage zum Hauptgericht, meist Schweinefleisch, wobei
zuvor meist immer eine Suppe serviert wird. Eine besondere Leckerei
sind bizcochos (aus Mehl, Butter und Zucker hergestellte
Kekse), die hier vor allem in Cayambe sehr populär sind und
an jeder Straßenecke noch ofenwarm erworben werden können.
Probieren sollten Sie dazu unbedingt manjar de leche (Karamelcreme).
Küste:
Typisch für die Küstenregion Ecuadors ist die riesige
Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten (mariscos).
Ob frittiert (frito), paniert (apanado), gekocht (sancochado)
oder gegrillt (a la plancha). Charakteristisch ist der Verzehr
von Yuca und grünen Kochbananen anstatt Kartoffeln.
Regenwald:
Die Küche des Regenwaldes ist der der Küste sehr ähnlich.
Allerdings werden im Regenwald mehr Süßwasserfische und
Wild verzehrt. Eine besondere Spezialität ist el Maito de
la Cachama (Süßwasserfisch aus Amazonasgebiet). Der
Fisch wird in bijao-Blätter (Blätter einer Palmenart)
eingewickelt und dann gedämpft. Dazu gibt es grüne Kochbananen.
Früchtevielfalt:
Nicht zu vergessen ist die Vielzahl an Früchten, die größtenteils
in Ecuador angebaut werden. Einige werden nicht importiert und existieren
nur hier, wie beispielsweise die naranjilla oder die guanábana.
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Feiertage:
01.01. Neujahr
06.01. Heilige Drei Könige
12.02. Tag der Entdeckung des Amazonas
27.02. Schlacht von Tarqui
01.05. Tag der Arbeit
24.05. Schlacht am Pichincha
10.08. Unabhängigkeitstag von Quito
09.10. Unabhängigkeitstag von Guayaquil
12.10. Entdeckung Amerikas
02.11. Allerseelen
03.11. Unabhängigkeitstag von Cuenca
06.12. Gründung Quitos
25.12. Weihnachten
Aktuelle
Informationen über Fiestas und weitere kulturelle Ereignisse
in Ecuador.
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Mitteleuropäische Zeit (MEZ) - 6 Stunden, Galápagos
7 Stunden (in der europäischen Sommerzeit - 7 Stunden, Galápagos
8 Stunden).
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110V / 60hz Wechselstrom, unbedingt einen Adapter mitnehmen.
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